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  • Recht

    Ich nimm mir

    Ich nimm es mir

    Das Recht

    Ich habe das Recht

    Ich bin mein eigener Knecht

    Wieso geht es mir

    Wieso geht es mir so schlecht

    Wer gibt mir recht

    Muss ich

    Muss ich wieder

    Verzichten

    Mitnichten

    Vergessen

    Macht mich

    Macht mich nicht das Recht aus

    Es ist aus mit meinem Recht

    Rechthaberei

    Rechtsdrall

    Ich, mich, sich

    So sieche ich dahin

    Selbst ist der Mann

    Ich liebe nur selbst 

    Was wäre ich ohne das Recht

    Selbstlos

    Willenlos

    Manipuliert

    Ich bin Sklave von niemanden, Diener aller, aufgenommen, gewollt, durch dich sehe ich alles, nicht nur mich selbst.

    landscape photography of clouds
    Photo by Josh Sorenson on Pexels.com
  • Feinde

    Ich behaupte, weil ich Mensch bin, dass in den allermeisten Fällen der Nächste mir nicht mehr Feind sein kann, als ich mir selbst. Sicher es gibt Ausnahmen, wenn das nicht Befriedigende “Ich” über alle Massen, masslos kompensieren muss und nur noch Worte oder Taten die niederreisen, mehr befriedigen als die simple Nächstenliebe. Dann braucht es mehr als eine Anstrengung, eine nette Geste. Doch es sind und ich hoffe es, doch Ausnahmen und doch bleibt die Regel, dass ich meine Ansprüche gegenüber anderen hoch und heilig halte, penetrant festhalte, während ich meine eigenen Anforderungen an mich rasch in den Wind schlagen kann. Tja, alles beginnt mit der Selbstliebe, nicht mit dem Selbstverliebtsein, dem egozentrischen. Die Liebe, welche aus meiner Sicht nur fruchtbar sein kann, wenn sie in der perfekten Liebe gegründet und inspiriert ist, dann geht es nicht um meine kleine, subjektive Welt, sondern eine globale Sicht: liebe den Nächsten wie dich selbst, doch ohne die Liebe zur Liebe liebe ich nicht, kann ich gar nicht lieben, komme ich gar nicht in die Lage zu lieben, dem lieben die höchste Priorität zu geben, alles zu geben und zu wollen für die Liebe. Ich kann nur lieben, wenn ich über alle Massen geliebt bin. So beginne ich oder fahre fort auf den Weg, die Wahrheit zu suchen, welche mir Leben gibt. Dem Zentrum allen Seins, von dem ich komme und zu dem ich gehe. Einem Vater, einem Bruder und einer Mutter und Schwester (Ruach, hebr. weiblich). eine Familie, ein Teil des ganzen. Amen

    yellow and blue blocks on white surface
    Photo by Tara Winstead on Pexels.com
  • Easter Blessing

    …on the first day of the week at sunrise, the stone had been rolled away, the tomb was empty, hope had risen for the people.

    You may carry a deep pain with you, a pain of loss, of suffering and disappointment, 

    but, Jesus knows suffering too, and has descended into your own hell, in order to raise you up into his kingdom.

    You may come with a broken relationship and a broken heart, 

    but Jesus calls you friend and will never leave or forsake you.

    You may come with your circumstances with bad luck and choices

    but Jesus is faithful, when we are not and makes us new creations.

    You may be told along the way, maybe when you were a child or maybe later, that you are not enough to be loved and whatever you have simply does not stack up

    but Jesus is not ashamed to be your Lord, and nothing done or undone can separate you from his love.

    Presbyterian Church Dallas, USA

    body of water and green field under blue sky photo
    Photo by Matthew Montrone on Pexels.com
  • Dunkelheit

    Es ist kalt

    der Wind bläst

    es ist dunkel

    die Strassen wirken verlassen

    der Ort ausgestorben

    nirgends ein Zeichen von Hoffnung

    nirgends ein Zeichen von Zuversicht

    ich friere vor Angst, vor dem Morgen

    ich friere vor der Ungewissheit…

    person s eye
    Photo by Tobias Bjørkli on Pexels.com
  • Kontakt

    Liebe Leserin, lieber Leser

    Neu kannst du dich direkt mit mir über die Rubrik „Kontakt“ in Verbindung setzen. Hast du Fragen, Anregungen, Gebetsanliegen, melde dich gerne über das Kontaktformular.

    Herzliche Grüsse

    dein smö

  • Alles neu

    Ich liege

    Du stehst

    Ich kann nicht

    Doch, ich weiss

    Du kannst viel mehr

    Gelähmt durch die Vergangenheit 

    Ohne Aussicht auf Besserung 

    Stehst du

    Für mich ein

    Und bittest mich

    Das ich nicht liegenbleibe

    Meine Zerwürfnisse, Trennung

    Mit mir, Mitmenschen und Gott

    Heute spricht er:

    Meine geliebte Tochter

    Mein geliebter Sohn

    Steh auf und geh

    Deine Sünden sind dir vergeben

    Ich mache alles Neu

    boy running during sunset
    Photo by jonas mohamadi on Pexels.com
  • Selbst einschätzen 

    Ich werde geboren, lebe und sterbe und währenddessen werden Menschen geboren, leben und sterben.

    Wie relevant bin und war ich, ist es überhaupt relevant, relevant zu sein? 

    Wie ist mein Image, doch bin ich doch sein Image und kann mir mein Image gar nicht geben, besser aufgrund meiner eigenen Ansprüche und Ansichten bauen.

    Ich werde also zurückgeworfen, fremdbestimmt. Doch wie bestimmt, stringent ist meine Selbstbestimmung?

    Überschätze, ja setze ich mich nicht unter Druck und entziehe mir jeglichen Aspekt von Freiheit, Grosszügigkeit und Gelassenheit, ja Zugehörigkeit, welche nie selbst bestimmt sein kann, da sie nur manipuliert und sich nicht bedingungslos auf den Nächsten einlassen kann, einsam wird. Ich bin relevant, weil er es ist, ich habe ein Image, weil er das Original ist, ich bin für Gott bestimmt und deshalb muss ich mich nicht bestimmen, mich überstimmen, sondern stimme ein in den Lobgesang der Befreiten, von sich selbst befreit für alle Ewigkeit.

    low section of man against sky
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  • Ein Brief eines Berners an Paulus

    15. September 2024 AD

    Lieber Paulus

    Nachdem ich einen Brief an König David geschrieben habe, ist es für mich ein Bedürfnis, auch dir einen Brief zu schreiben. Sicherlich fragst du dich jetzt, weshalb ich im Zusammenhang mit König David dir einen Brief schreibe. David fasst aus meiner Sicht den Aspekt des “alttestamentlichen Zusammenhangs“ mit der Hoffnung und Sehnsucht des neuen Bundes wieder. Du, ein Gelehrter der alten Schriften, der, aufgrund einer Offenbarung, sich dem neuen Bund angeschlossen und diesen in sein Leben integriert hat. So haben wir die Hoffnung und die erfüllte Hoffnung zweier Männer, welche vom alten Bund geprägt waren. Für mich eine spannende Auseinandersetzung. Sicherlich scheint es mir um vieles einfacher, den Brief an König David zu formulieren, da wir jetzt im Zeitalter der Offenbarung des Messias durch Jesus Christus leben und den Kontrast des noch nicht Erfüllens gegenüber dem Erfüllens klarer aufzeigen. In deinem Fall wird es schwieriger. Vergib mir, wenn ich vielleicht etwas aushole, vielleicht auch hinterfrage. Ich respektiere dich sehr und dieser Brief soll meine Liebe zu dir als Bruder in Christus aufzeigen. Mir ist bewusst, dass du nie auf diesen Brief antworten kannst. Sicherlich nicht, solange ich auf dieser Erde lebe. In der Ewigkeit würde es mich sehr freuen, mit persönlich darüber zu sprechen, was so wie ich es mir vorstelle sicherlich nie passieren wird, da wir dann alles Erkennen werden und trotzdem glaube ich, dass wir ab und an die Brille des Irdischen anziehen und uns wie unwissende Kinder über Gottes Reich unterhalten und amüsieren werden.

    Ich wurde durch die Bibel und ihre Aussagen schon früh in meinem Leben. Der Glaube an Jesus Christus war in unserer Familie zentral, nicht nur der Glauben an Dogmen oder Lehrmeinungen, sondern die Beziehung zu Jesus und dem Vater der Schöpfung. Schon als kleiner Junge hat mich das Lied “Gott ist die Liebe” sehr tief berührt. Ich wusste immer, dass dies eine zentrale, wenn nicht auch die Aussage der Bibel sein müsste. Liebe Gott von ganzem Herzen und mit all deiner Kraft, den Nächsten wie dich selbst ist für mich zentral. Ich kann nichts ohne seine Liebe. Du hast es so gut formuliert im 1. Brief an die Korinther (Kapitel 13), es ist eine Inspiration für viele von uns. Jede Person ist geprägt von seiner Erziehung, seiner Geschichte, aber auch der Art, wie uns Gott gedacht hat. Dieses Gedankengut prägt uns, prägt uns bis tief in unser Glaubensleben hinein. Sie geben dem Glauben ein Couleur, eine entsprechende Farbe. Auch ich, lieber Paulus, bin von diesem Couleur nicht gefeit. Auch ich musste lernen, dieses Denken in Gefangenschaft gegenüber Christus zu nehmen und mich von ihm prägen zu lassen. Mir ist bewusst, dass die alten Schriften für dich ein anderes Schwergewicht haben als für mich. Dass, das Rezitieren, das Auswendiglernen, das Kauen der Schriften für dich, etwas anderes, etwas zugehörend, zu deinem jüdischen Glauben sind. Es prägt dich, auch da dein Retter mit gleicher Grundlage aufgewachsen ist. 

    Wenn ich deine Schriften, deine Briefe an die verschiedenen Gemeinden und an Einzelpersonen lese, weiss ich und bin überzeugt, dass du alles aus dem Gedanken der Nächstenliebe geschrieben hast, ja, noch mehr aus dem Gedanken der Gottesliebe, die sich durch Jesus zeigt. Doch finde ich Aspekte des Buchstabens darin, des Buchstabens, welcher uns den Geruch des Skavenheit aufzeigt und sich nicht kontinuierlich auf den Aspekt der Sohn- und Tochterschaft fokussiert. Das dein Blick zwischendurch abschweift und du dich (wie ich auch immer wieder) vom Zurückblicken, statt Vorausschauen verfängst. Mein lieber Paulus, ich habe keine Ahnung was es heisst, so geprägt durch den alten Bund aufzuwachsen und so rasant und ohne Umwege den neuen Bund anzunehmen. Es muss ein Kulturschock sein, ein so grundlegender Paradigmenwechsel, welcher nicht von heute auf morgen vollzogen werden kann. So wie dein Volk 40 Jahre in der Wüste suchen musste, so scheint mir der Wechsel vom alten zum neuen Bund, nicht in einer oder sogar mehreren Generationen möglich. Wann werden wir ohne weiteres das gelobte Land erreichen? 

    Lieber Paulus, ich will dich nicht kritisieren, doch weiss ich von dir und auch von meinem Erleben, dass die Barmherzigkeit Gottes uns Klarheit gegeben und uns vom gesetzlichen Eifer befreit hat.

    Alles, was wir wissen ist Stückwerk, du hast recht, wie durch einen Spiegel, doch wenn wir Gott sehen, wird alles offenbart sein. 

    Du hättest dir nie erträumen lassen, dass über 2000 Jahre später Menschen immer noch den Buchstaben anbeten, anstatt das Wort zu lieben, lieber ausgrenzen als reflektieren. Ich verstehe es nicht, dass wir uns all die Zeit später nicht mehr lieben können. Weshalb sind unsere Herzen und Hände so kalt?

    Ich werde dir später folgen, dann schlafen wir zusammen den Winterschlaf, bis Jesus uns mit seinen Engeln und seinen Fanfaren weckt und wir emporsteigen in die neue Stadt und uns begegnen und uns umarmen können.

    In grosser Vorfreude, lieber Bruder Paulus

    white painted papers
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  • Ein Brief an einen König

    smö, Bern, 2023 AC

    an

    König David, Jerusalem, 1000 BC

    Verehrter König David

    es durchaus ungewöhnlich, gar surreal, dass sich ein Mensch aus dem 21 Jahrhundert nach Christus an einen Menschen aus dem 10 Jahrhundert vor Christus zu schreiben versucht, mit der Gewissheit, dass der eine die Nachricht nie erhalten und der andere nie auf dessen Antwort hoffen kann. Somit könnte man sagen, dass es sich in diesem Briefwechsel um einen Monolog handeln könnte. Doch erachte ich es als wichtig und nötig, wenn nicht gar unumgänglich, diesen Brief an dich, verehrter König David, zu schreiben. Du hast mich, seit ich ein Kleinkind war, fasziniert, mit geprägt in deiner ehrlichen und authentischen Art, wie du dich, andere und Gott gesehen hast. Du hättest dir selbst wohl nicht vorstellen können, dass 3000 Jahre später, Menschen deine Schriften immer noch zitieren, ja, nicht nur Menschen aus deinem Kulturkreis, sondern auf der ganzen Welt, alle Stämme, Völker, vom Lande der aufgehenden Sonne bis zum deren Untergang. Dass das Zitieren deiner Gedanken bis heute ununterbrochen vorgelesen, vorgesungen, gebeten werden und immer noch den Geist berühren und beflügeln. Ich danke dir, dass du dich an diesen Gott gehangen hast, ihn von ganzem Herzen gesucht hast, dich auf ihn verlassen hast, nicht locker gelassen hast, bis sich sein Wille und sein Reich in deinem Volk etabliert hat. Du warst ein einfacher Hirtenjunge, der Jüngste, die Menschen haben lange deine Kraft, deine Visionen nicht verstanden, dich nicht ernst genommen, du kennst das, damals als du alleine auf dich gestellt warst, die Schafe deines Vaters hütend, kämpfend gegen Löwe und Bär, später als Waffenträger von König Saul, ausgeschlossen, geflüchtet, mit einer Gruppe ausgestossener Kämpfer, dich in den Bergen verschanzen musstest. Auch du warst damals bereits ein gesalbter König Israels gewesen, ein König ohne Thron, ohne Würde, ohne Zuhause, und trotzdem hast du festgehalten, hast dich durch deine Wut nicht lenken lassen, Gott treu ergeben. Du bist eine Inspiration, heute noch. Es ist viel geschehen, verehrter König David, seit du gestorben bist, dein Reich wurde in zwei geteilt, der Norden wie auch der Süden wurden verschleppt in die ganze Welt bis heute. 1000 Jahre nach deinem Tod ist er geboren, von dem die Propheten vorausgesagt haben, dass er kommen würde, der Messias, der Gesalbte, ein Nachkomme von dir, Gott hat Wort gehalten. Er kam, um die Sünde aller zu tragen, sie zu ertragen und zu zerbrechen bis zu seinem Tode. Er ist auferstanden für alle, die gezweifelt haben, vielleicht so wie du, verehrter König David, sicherlich so wie ich und hat die Welt gelehrt, auf ihn ist Verlass, er kommt nie zu spät. Er ist auferstanden, er sitzt zur Rechten deines und seines Vaters im Himmel, oh Gott sei Dank, alles in was du investiert hast, hat sich gelohnt, jede Sekunde des Flehens, des Kämpfens für sein Reich hat sich gelohnt. Und du wirst mich vielleicht fragen, wie es mit meinem Volk, wie mit der Welt steht. Hat die Welt erkannt, dass der Nachkomme Frieden und Versöhnung bringen wird? In deinem Land kämpfen deine Nachkommen mit anderen Stämmen. Verluste auf beiden Seiten. Die Welt liegt im Argen, verehrter König David. Haben wir die Worte des Messias nicht verstanden, geht es uns immer noch um Auge um Auge und Zahn um Zahn, um das durchsetzen des Rechts, auf der Positon des Recht verrharend. Der Gesalbte hat sich nie geschont, er hat sich auf die Wange schlagen lassen und nicht dagegen protestiert, sich nicht enerviert, sich sein Recht nicht genommen. Ich weiss nicht, verehrter König David, wie du es heute sehen würdest. Würdest du diese Unterscheidung zwischen gerecht und ungerecht immer noch in gleicher Weise meinen? Was bringt es, wenn ich mich als Menschen auf den Standpunkt stelle, recht zu behalten, nur weil ich meinen Gott anhange und die anderen als ungerecht beurteile? Verhärte ich so nicht mein Herz, erstarre ich nicht in meiner eigenen Hartherzigkeit, werde ich nicht gegenüber anderen selbstgerecht und nehme mich so aus der eigenen Verantwortung der Reflexion? Ich werde ein hohles Gefäss, nach Aussen glänzend und nach innen verrottet, sich geistlich zurückentwickelnd, die Opfermentalität stärkend? Mein verehrter König David, es raubt mir den Schlaf, es betrübt meinen Geist, es macht mich unstetig, es lässt mich nicht in Ruhe, es quält mich bis tief in mein Inneres, dass wir alle nicht fähiger, fähig sind, einfach fähig das Alte hinter uns zu lassen. Du bist königlich, wir sind es, dank dem Auferstandenen, doch nur eines bleibt, mein lieber David, mein Bruder, ich bin bereit meine Waffen zu senken, meine Wut hinter mich zu lassen, und dem Mitmenschen zu begegnen als einer unter ihnen, erschaffen in Güte und Barmherzigkeit, ausgedacht vor der Zeiten Anfang, so behalte ich Glaube, Liebe, Hoffnung, dass es mit dieser Welt noch nicht zu Ende ist, auch wenn es überall brennt, schreit, flucht. Ich halte daran fest, der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln, er ist bei mir in Dunkelheit und nähme ich Flügel der Morgenröte bis zum äusseren Rand, wäre er doch bei mir, er kennt mich, er hat mich bereitet im Stillen, Güte und Barmherzigkeit folgen mir mein Leben lang und ich bleibe für immer in seinem Haus. Mein lieber David. Vor 53 Jahren habe ich begonnen Gott, deinen Gott zu suchen und ich habe einen Vater gefunden. Er hat mich bei meinem Namen gerufen, ich bin sein. Ich bin gekrönt mit Liebe und Barmherzigkeit und für das, will und muss ich kämpfen, mich einsetzen, dafür einstehen, created by design, dass er mich zuerst geliebt hat, so will ich, mit Hilfe meines, unseres Gottes das einzige tun was zählt, das einzige was ich dieser Welt geben kann: Liebe…

    light man coffee cup
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  • Radikal!?

    Ich höre die Stimme, die mir vorgibt;

    wenn christliche Nachfolge, dann radikal!

    Doch was meint die Stimme damit?

    Du tust zuwenig, strenge dich mehr an, du warst zu lau, er wird dich ausspucken, du hast zuwenig gebetet, zu wenig verzichtet, zu sehr das Fleischliche gewollt.

    Hm, irgendwo habe ich gelesen, dass wenn es geschehe, nicht durch Heer oder Macht, sondern durch seinen Geist geschieht oder das er das Wollen und Vollbringen schafft. Wir vergessen was wir sind, nämlich Söhne und Töchter, eine Familie, was könnte hier ins Radikale gesteigert werden.

    Besteht hier nicht die Gefahr, den Effort, radikaler zu sein, in den Mittelpunkt  unseres Lebens zu rücken, ja quasi anzubeten, anstatt sich mit Gott einzulassen. Ich folge ihm, weil er mich zuerst geliebt hat, tue ich es nur halbherzig, dann glaube ich, dass er mich daran erinnern wird, was mein tiefste Sehnsucht ist, mit ihm vereint zu sein.

    Was wir benötigen, ist nicht radikaler zu werden, sondern frei anstatt versklavt zu sein: das geschieht in der Beziehung, im Austausch, in der Ehrlichkeit, resp. im Gebet zu Gott.

    Radikaler werden, diesem Aspekt zu folgen, hat nicht nur auf mich einen äusserst schlechten Einfluss, da es bei nicht Erreichen Minderwertigkeit und bei Erreichen Überheblichkeit generiert und noch schlimmer unser Umfeld mitzieht, ihre kindliche Sehnsucht nach Familie brutal in den Wind schlägt und als Farce erscheinen lässt.

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