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  • Alles Neu – offener Brief

    Der Brief ist nicht verschlossen, er ist für alle zugänglich, von allen lesbar. Jeder Brief beinhaltet eine Information, welche explizit für den Empfänger vorgesehen ist. Ist ein Brief also im eigentlichen Sinn öffentlich, so kann niemand bevorzugt oder benachteiligt werden. Ich adressiere ihn also an alle ohne Ansehen der Person. Wenn Gott uns seine offenen Briefe nennt, werden wir öffentlich geteilt. Zum Salz der Erde und zum Licht gemacht. Es gibt keine Diskrepanz zwischen sagen und tun. Was ich sage, muss ich tun. Sonst verschliesse ich mich.

    elderly man holding an envelope
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  • Alles neu – Gott genügt

    Gott spricht mich an – Math. 6.6

    Gott möchte, dass ich mich aus dem Leben zurückziehe, nur mit ihm bin. Manchmal habe ich mich auf einen Stuhl gesetzt und vor mir einen anderen Stuhl hingestellt. Habe mir vorgestellt, dass Jesus Platz nehmen würde. So schien mit der Austausch einfacher. Gott hört gerne zu. Lass deine Sorgen freien Lauf. Wenn du mit ihm ehrlich bist, wird er dich früher oder später von der Bitte in den Dank führen. Und der erste Dank wird ihm gelten, dass er so unermessliche Zeit für mich hat, er sich wirklich aus einer unerschöpflichen Tiefe mir offenbart. Von der Bitte zum Dank, vom Dank ins Horchen auf seine Worte, dann wieder zurück zur Bitte, ja, zur Fürbitte und dem Dank. Er spült dein Herz weich. Freedom of want, bezeichne ich diesen Aspekt, d.h. Freiheit von mehr wollen. Gott genügt. Und plötzlich führt er dich tiefer in die Heiligkeit, auf deine Knie und du traust dich nicht einmal mehr zu atmen, so klein wirkst du. Gott als Freund, als Vater, als Mentor, als Ratgeber und ehrfürchtiger König. Dies ist kein Widerspruch. Gott wird dir Dinge offenbaren. Behalte diese für dich, behandle sie als tiefste Intimität. Es genügt. Dünke dich deswegen nicht besser oder gar auserwählter. Also kein Grund aus deinen Erfahrungen, gar Visionen, eine eigene Religion zu machen. Er hat dich ausgewählt und nicht umgekehrt. Er hat sich entschieden, mit dir Beziehung zu pflegen.

    scenic view of sky during sunset
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    I have decided to follow Jesus

  • Alles neu – der Funke

    Ich schreibe diese Zeilen und das Verständnis des göttlichen und irdischen aufzuzeigen. Es handelt von der ewigen Stadt und dieser Welt. Als Schreiber und Gelehrte, habe ich mich bereits früh mit den Abläufen und Strukturen unserer Welt beschäftigt, also zu jener Zeit, als ich noch erschaffener, eine Kreation Gottes wahr. Im hier und jetzt und aller Ewigkeit lebe ich diesem Grundsatz weiter nach und zeige auf wie es sich als gezeugten verhält. 

    Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Einige von euch kennen wohl die Entstehungsgeschichte. Ihr wisst wohl, dass Gott die Welt nicht alleine, sondern im Verbund erschaffen hat. Ihr müsst verstehen, dass Gott die Beziehung in sich ist und nur aus dieser leben möchte. Nichts geschieht ohne Beziehung. Wie ich bereits anfangs erwähnt hatte, war ich Schreiber und Gelehrte in der Ewigkeit Gottes. Was geschah wurde von mir minutiös aufgeschrieben, dokumentiert. So war ich dabei, als Gott das Licht, die Welt, die Vegetation, die Planeten, die Tiere und schlussendlich den Menschen erschaffen hat. Alles was erschaffen wurde zeugt als Beispiel des Ewigen. Ihr würdet das Ewige nie verstehen, wenn ihr beispielhaft, das Göttliche durch das Irdische erleben könnt. Denkt doch nur an einen Sonnenuntergang, was löst eine solche Erfahrung bei euch aus. Faszination, Begeisterung, Romantik, Liebe, ja, schlussendlich pure Leidenschaft. Folgt dieser Leidenschaft und sie führt euch zu Gott. 

    Ihr müsst verstehen, dass das irdische bereits einen Tropfen oder einen Funken des Göttlichen in sich trägt. Ihr Menschen glaubt, dass dieser Funken bereits das Göttliche ausmacht und ihr sucht und glaubt in euch die Erfüllung eurer Wünsche gefunden zu haben. Wer diesen Funken als Inspiration nutzt, ein beispielhaftes Leben zu Leben, dem wird klar, dass die irdischen Möglichkeiten sehr beschränkt sind. Jemand hat einmal gesagt, dass ein irdisches Leben wie eine Handvoll Wasser verrinnt, das Göttliche Leben jedoch einen ganzen Ozean ausmacht. Wer sich also in seinem irdischen Leben seinen Beschränkungen bewusst ist, der wird verstehen, dass dieses irdische Leben einerseits als Übungen für das Zukünftige, aber auch für die Gestaltung des beschränkten irdischen Lebens gedacht ist. Einige von euch haben das Gefühl, dass im Himmlischen, resp. Göttlichen nur Harfe gespielt, gesungen und gepriesen wird. Fürwahr, ihr Menschen, im Göttlichen wird immer angebetet, alles was geschieht ist pure Anbetung. Doch eure irdischen Begabungen, eurer Funke wird im Göttlichen seine wahre Identität erhalten. Paulus sagt, jetzt seht ihr nur durch einen Spiegel, später werdet ihr alles klar sehen von Angesicht zu Angesicht. Ihr seit der Funke, ihr habt diese Begabung und Fähigkeit in euch von Gott hineingelegt erhalten. Ihr trägt diesen Samen, der jetzt noch im Dunkel des Erdbodens schlummert, gar verkümmert, gar tot. Doch er wird aufwachsen in Herrlichkeit. Ihr definiert euch so stark in eurem Umfeld über den Aspekt der Anerkennung. Ihr seid von Gott bereits anerkannt, ihr seit wertgeschätzt und über alle Massen geliebt. Ja, gewiss, ihr könnt das Göttliche nicht sehen, doch ihr seht diesen Funken, diesen Aspekt, diesen Abglanz, dieses ähnlich wie Gott sein und trotzdem noch nicht vollkommen, ganzheitlich. Ihr habt bereits die Verheissung, Söhne und Töchter des Höchsten zu heissen, und ihr werdet es auch sein. Söhne und Töchter. Gottes Söhne und Töchter. Vom Erschaffenen zum Gezeugten.

    Es ist schwierig für euch zumal das Göttliche im Irdischen zu sehen. Ihr kennt nur die Realität, nicht das Gottstein. Für euch ist die Realität die einzige Wahrheit, doch sie ist nur beispielhaft, lückenhaft, unvollkommen und zumal Gott fern. Ihr müsst das Leben deswegen nicht weniger achten, ihr sollt euch bewusst sein, dass auf euch eine bessere Zeit wartet. Für alle Hoffnungslosen, für alle Verachteten, alle Ausgenutzten, alle Enttäuschten, alle Menschen gilt die Liebe, welche unser Bruder Paulus im 1. Korinther 13 so gut skizziert hatte. Sicher ihr werdet bereits im Irdischen verwandelt, verändert, doch ihr müsst weiterhin diese Unvollkommenheit aushalten. Die Hoffnung, der Glaube und die Liebe bleiben und wie ihr wisst, die Liebe ist das Grösste. Alles Leid wird einmal ein Ende haben, alle Angst, alle Traurigkeit, alle Wut, alle Verzweiflung. Ihr werdet Gott von Angesicht zu Angesicht sehen und verwandelt werden in Gezeugte. 

    Wir sind umgeben von einer unbändigen und trotzdem erfüllten Kreativität, Konzentriertheit, Klarheit, Unmissverständlichkeit. Glaubt nur nicht, was sie euch in den Schulen lernen, sich nicht im Himmlischen auswirken wird. Es tut es. Nicht so, wie ihr es manchmal vermittelt bekommt. Ihr könnt im Irdischen nur wenig erahnen, was es bedeutet. 

    Es gibt keinen Dualismus hier. Alles ist eine Einheit. Ihr glaubt immer noch, was ihr in euren Universitäten und Lehrstätten lernt und was euch das Wort Gottes lernt eine Diskrepanz aufweist. Das Wort Gottes ist Gerüst oder Gefäss und das Wissen wird in diese verbaut oder gegossen. Da ihr als irdische Gefässe nicht vollkommen sein könnt und euer Wissen lückenhaft ist, so versucht ihr dieser Diskrepanz einen Dualismus aufzuzwingen. Ihr haltet die weichen Faktoren als relevanter als die harten Faktoren. Ihr habt euch noch nicht soweit hinaus getraut, als ihr diese als Einheit seht. Versteht das Wissen, eure Fähigkeit und Begabung selbst als Gefäss. Ihr seid dieses Gefäss. Es geht darum dieses Produkt zu vervollständigen. Wie ihr wisst, ist dies irdisch nie möglich. So verweilt ihr in diesem beiden Welten. Persönlich lebt ihr in eurem Glauben, eurer Beziehung zu Gott. Beruflich (Berufung) lebt ihr auf der Basis des Weltlichen. Ihr glaubt es zumal. Versteht es so. Gott ist Glaube, Liebe. Hoffnung in Person. Den Rest (das Wissen) folgt logisch. 

    Wie anfangs erwähnt werdet ihr Gott nicht nur anbeten, ihr werden erschaffen. Damit meine ich nicht ein Abbild des Göttlichen, sondern als das Göttliche, eine neue Kreation. Braucht für diese Vorstellung, für das Erahnen eure Phantasie. Was würde ein Briefträger im Himmlischen tun, was ein Pfarrer, was eine Hausfrau, was ein Maurer, ein Architekt, was ein Graphiker. Das sind nur Beispiele des Irdischen. Das Göttliche sieht nicht den Beruf, sondern die Berufung, die Fähigkeit und Begabung in der gelebten Person. Also konkret wer wäre für die meteorologischen Aspekte zuständig, wer für das Design derselben, wer für die Vielfalt der Fauna und Flora und wer für das Zusammenspiel aller Beteiligten und das für alle Zeiten.  Wer würde den Lebewesen ihre Stimme geben. Wer würde die Gefühlswelt der Abbilder Gottes definieren und einpflanzen. Wer würde das Farbspektrum bestimmen. Ihr.

    Ihr werdet angekommen, die Sehnsucht wird erfüllt sein, ihr werden endlich das sein, was angedeutet war, ihr werdet …

    woman holding sparkler
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  • Alles neu – στεφάνι

    Wenn ich mich diesem Gott nähern möchte, kann ich nicht einfach mit schönen Worten, Poesie und starken Gefühlen trumpfen, nein, es braucht nicht mehr, sondern mich, nicht die Fassade einer Bühne, schön angefärbte Fenster, Scheinwerfer, nein, mich. Doch wie? Ehrlichkeit, ja, Treue unbedingt, Opfer?, nein, vertrauen und umsetzen des Vertrauens des Gehörten in die Wirklichkeit, ich tue es nicht in erster Linie um ihm näher zu sein, es ist das logische Nachfolgende, was daraus besteht, er will mich und ich kann nur mich sein, wenn ich mich in ihm auflöse, mich vor ihm beuge, weil ich nichts weiss und ich nicht kann, wenn er nicht mich nimmt. Ich habe Angst, wenn ich ihn um seinen Willen frage, was wenn ich nicht kann, nein will und ich erkenne, dass der Anfang die Furcht des Herrn ist, ich zittere vor ihm, ich sehe den Sohn, doch in seiner Herrlichkeit, verklärt und ich aus Staub, unverlässlich, eigensinnig, egozentrisch, ungeduldig, nur auf die eigene Lust konzentriert und er führt mich zurück, denn wenn ich eine Krone tragen soll, dann lege ich meine ab, und kröne ihn, meinen Heiland, meinen König Jesus.

    Κύριε, ας είμαι το στέμμα Σου, στεφανωμένος με αγαθότητα και έλεος, όχι στεφάνι από αγκάθια. Αμήν.

    אדוני, תן לי להיות הכתר שלך, עטור בטוב וברחמים, ולא בכתר קוצים. אמן.

    يا رب، اجعلني تاجك، متوجًا بالخير والرحمة، لا إكليلًا من الشوك. آمين.

    주님, 저를 당신의 면류관이 되게 하소서. 가시 면류관이 아닌 선함과 자비로 관을 쓴 면류관이 되게 하소서. 아멘.

    Doamne, lasă-mă să fiu coroana Ta, încununat cu bunătate și milă, nu cu o coroană de spini. Amin.

    Господи, пусть я буду Твоей короной, увенчанной добротой и милосердием, а не венком из терний. Аминь.

    Signore, lasciami essere la tua corona, incoronata di bontà e misericordia, non una corona di spine. Amen.

    Seigneur, que je sois ta couronne, couronnée de bonté et de miséricorde, et non d’épines. Amen.

    Lord, let me be Your crown, crowned with goodness and mercy, not a crown of thorns. Amen.

    Herr, las mi di Chrone si, chrönt mit Güeti u Barmhärzigkeit, ke Chrone us Dorne. Amen

    sky cloudy typography morning
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  • Alles Neu – Nackt

    Nackt stehe ich vor dir

    ohne nichts, ohne was

    alles ist offenbar

    nichts ist versteckt

    ich kann mich nicht mehr bedecken

    wie viele Male soll ich mir vergeben

    wie hoch setze ich das eigene Gericht

    kreise mit meinen Gedanken über mein Vergehen

    und vergesse deine Gnade, deine Vergebung

    alles richtig zu machen, allen zu gefallen

    das Leben geht für meine Seele zu schnell

    der Verstand rast und die Seele stolpert hinterher

    und wenn sie fällt, dann falle ich 

    zerbreche wie ein Glas in tausend Stücke

    das Bild, dass ich hochhalten will ist nicht deins

    ich suche nach Kompensation meiner Unglaubwürdigkeit

    der Junge ist nur älter, doch reifer?

    Ich stehe vor dir und schäme mich

    ich schäme mich, weil ich nichts weiss

    wohin geht die Reise

    mache ich alles richtig, dann bin ich richtig

    mache ich alles falsch, dann bin ich falsch

    du bist mein Gott, du bist was ich will

    Herr, hilf mir, es tut mir so leid

    denn wenn die Sünde auf mich hereinbricht

    und ich ihr nicht widerstehe

    dann fühle ich mich nackt und beschämt

    dann ziehe ich die alten adamschen Kleider an

    dann verstecke ich mich im Garten

    dann flüchte ich aus dem Paradies

    dann schufte ich, damit ich vergesse

    und die nächste Runde, ich stehe auf

    doch will ich nicht diese Religion

    ich will nicht mehr und kann nicht mehr

    befreie mich aus dem Sumpf der Selbstanklage

    befreie mich auf dem Loch des Perfektionismus

    reiss die Himmel ein, gib mich nicht auf

    lass mich nicht, nimm mich mit

    ich gebe auf, ich habe Angst

    reiss meine Masken, reiss mein hartes Herz

    reiss meine Effizienz, reiss meine Performance ein

    lass mich nicht, nimm mich mit

    Du bist mein Gott, oh Herr es tut weh

    wenn ich nicht mich in dich versenke

    wenn ich nicht mich an dich verschenke

    du nimmst zu, ich nehme ab

    es tut so weh, wenn ich sterben muss

    doch wenn ich mich nicht in dir verliere

    dann bin ich verloren, dann bin ich im Dunkeln

    dann bin ich seelenlos, lieblos, gnadenlos

  • Alles Neu – Heiligkeit

    Ich bete für mehr Liebe, ja mehr Liebe für mich und andere und speziell für Gott.

    Doch wenn diese Liebe, die das Grösste ist, nur oberflächlich bleibt, sich nicht in die Tiefe begibt und sich verwurzelt, dann bringt es nicht viel. Es bleibt ein Haschen nach Wind, es bleibt rosarot, kitschig, ein Hauch von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln, ein Kratzen an der Tür Gottes, kein Pochen an die Türe, ein zu schnelles Zufrieden mit den gewährten Emotionen. Doch mein Herz bleibt kalt, versteckt und zugenäht, weshalb, Herr, weshalb kann es nicht tiefer gehen? Ich habe mich verabschiedet von Dogmen, von alten überholten Glaubenslehren und mich deiner Liebe verschrieben, darüber getextet und gesprochen und mich wiederholt und repetiert, doch mein Herz bleibt gleichgültig und ist nicht fähig dein Licht ins innere scheinen zu lassen. Ich weiss, das Bad soll nicht mit dem Kinde ausgeschüttet werden, auch wenn Dogmen neben dem Ziel durchschiessen, haben sie einen Anteil an der Wahrheit. Doch wie nähere ich mit dieser Wahrheit, ohne den Dogmen zu verfallen, ohne wieder in die alten Ländereien der Ausgrenzung und Selbstgerechtigkeit und der Selbstkasteiung einzutreten? 

    sunbeams and priest in monumental church
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  • Alles Neu – Gemeindebau

    Vielerorts boomen Kirchen, wir hören, dass sich auf dem Kontinent Afrika viele Menschen an Jesus wenden (christlich ausgedrückt, umkehren, um Jesus nachzufolgen), dies auch in Südamerika, in China und seit kurzem auch in Frankreich. Die Generation Z sucht nach wahren Werten, nach Werten, an denen sie sich orientieren, in ihnen Halt und Sicherheit finden. Vieles ist im Wandel, der technologische Fortschritt macht nicht halt, dies bedingt eine hohe Agilität, eine hohe Resilienz, eine Beweglichkeit, welche mehr und mehr eingefordert wird, zusätzlich beschäftigen uns die Auswirkungen der demographischen Entwicklungen, in welchem ein Zukunftsszenario abgebildet wird, wo sich wenige arbeitstätige Menschen um viele ältere nicht mehr arbeitstätige Menschen kümmern müssen. Unsicherheit macht sich breit, die Werte fehlen, die Sicherheit, wohin der Weg führt ist unsicher, unplanbar und für viele angsteinflössend. Genau da scheint die frohe Botschaft von Jesus viele junge Menschen anzusprechen. Gott, der Gleiche gestern, heute und in Ewigkeit ändert sich nicht, er bleibt, seine Liebe zu uns bleibt, sein Wohlwollen bleibt, der Wunsch, dass wir alten Ballast der Unvergebung, der Bitterkeit und des Verletztseins Jesus geben können, mit ihm neu anfangen können.

    Gott scheint weiterhin im Zentrum unserer Seins zu bleiben, überstehend aller Ideologien und Philosophien bleibt er wie ein Fels in der Brandung und er war und ist und wird für viele ein rettender Hort in der Ungewissheit sein und bleiben.

    Einige Kirchen haben diesen Trend erkannt und sprechen mit neuen Konzepten die jungen Menschen an. Die Kirchenorgel weicht der elektrischen Gitarre, die Kirchenbeleuchtung den Scheinwerfern, die Predigt auf der Kanzel mit Robe, dem Pastor mit Jeans und Poloshirt und lässigen Auftritt auf der Bühne, die Kirchenfenster den Videosequenzen auf der Leinwand.

    Es stimmt, Jesus lässt sich nicht konform halten, er begegnet den Menschen individuell und persönlich und ich finde es wichtig und richtig auch die Konzepte rund um die Musik und die Predigt neu zu denken. Wichtig bleibt, wenn wir die junge Generation zu Jüngerinnen und Jünger machen, dann muss es bei uns beginnen, dann sind wir als ältere Christen, verantwortlich für das Weitergeben dieser frohen Botschaft, wir müssen uns selbst im gleichen Boot sehen, nicht als Überchristen, wir müssen eingestehen, dass wir nicht alles verstehen, selbst manchmal zweifeln und uns gegenseitig ermutigen, diesem Jesus zu vertrauen. Unabhängig von unseren Kirchenformen benötigen wir Christen, welche sich in junge Menschen investieren, Geduld zeigen, weise handeln und sie mitnehmen in die Gottessuche. Wir wollen Rechenschaft ablegen gegenüber einander.

    Viele grosse Kirchen sind daran gescheitert, weil die Gemeindemitglieder zu vorschnell und unreflektiert ihren Pionieren nachgefolgt sind. Diese haben es sicherlich in den meisten Fällen immer nach ihrem göttlichen Verständnis gemeint, doch die Rechenschaftspflicht wurde nicht eingehalten. Irgendwann, wenn das Geld fliesst, die äussere und inneren Einflüsse grösser werden, der Blick für Gottes Sicht durch die eigene Bedürftigkeit vernebelt werden kann und sich der Pionier in kaum grundlegender Art und Weise Rechenschaft ablegen muss, die Kirche in Gefahr läuft sich religiös zu verrennen. Denn wenn sich die Kirchenmitglieder, unabhängig von der Position nicht durch Gott und auch nicht durch die anderen Mitglieder getragen und unterstützt fühlen, können sich die unbefriedigten Bedürfnisse schnell von Weiss, ins Graue bis ins Schwarze wechseln. Denn religiös überdünkte Bedürfnisse öffnen ein riesengrosses Potenzial für moralische Totalabstürze. Dann zerbricht die Gemeinde und bei vielen auch der Glaube an Gott.

    man wearing gray denim jacket
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  • Alles Neu – Du

    Will ich mehr, weil ich mehr sein will, als ich überhaupt und zur genüge bin? Wo lohnt es sich zu investieren, zu kämpfen, weil es gilt sich selbst im besten Licht zu sehen und den Einfluss nicht zu schmälern, ich weiss es nicht, ich bin so komplementiert und müsste aus der aktuellen Situation schlichtweg einfach zuwarten. Ich bin mehr als meine Gabe, ich bin mehr als meine Fähigkeiten, ich bin königlich. Ich muss es nicht noch werden. Herr, führe mich. Es gibt so viel Einsamkeit und dich als Zusage, alles, was sich ein Mensch überhaupt wünschen kann, ja, was er sich wünscht, seine Wünsche werden nur bei dir erfüllt, weil du bis der und einzige Herzenswunsch des Menschen. Lass meinen Geist einfach sein, meine Bedürfnisse klein, meine Freuden in dir und alles was aus dir fliesst gross, lass mich in dir Ruhe finden, aus dir handeln, ich brauche dich, mehr als ich es je wissen werde.

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  • Alles Neu – Umkehr

    In vielen Situationen orientieren wir uns als Menschen und auch als Christen, was andere sagen oder meinen. Wir vergleichen uns, fühlen uns besser oder schlechter. Als bessere oder schlechtere Menschen. Aus dem religiösen Kontext argumentiert finden wir uns in vielen Fällen, andere als zuwenig gläubig, als zuwenig nachfolgend und genügend radikal zu sehen. In diesem Punkt stellen wir uns auf den Thron Gottes und werden Richter, verurteilen und merken nicht, dass wir selbst blinde Flecken in  unserem Glaubensleben aufweisen. Das Bibelwort gibt uns Mut, bei uns anzusetzen, von uns zu verlangen, was wir von unserem Mitmenschen erwarten. Es ist einfach auf den anderen zu zeigen und Schwachpunkte beim anderen Menschen zu finden, doch wo bleibt die Selbstreflexion? Es führt zu nichts, den anderen zu be- und zu verurteilen. Es lenkt von unserer eigenen Unfähigkeit ab, wir wachsen nicht und fördern den Wachstum bei unseren Mitmenschen in keiner Weise. Es geht um mich, wenn ich die Welt verändern will, dann geht es um mich, ich kann mich nicht mehr hinter der vermeintlichen Unfähigkeit meines Mitmenschen verstecken, nein, ich muss selbst Handanlegen, meine Hände schmutzig machen, mich investieren. Hier also keine Hemmungen und ja, es wird viel verlangt, viel von mir verlangt und immer nur von mir verlangt, vielleicht haben wir recht,  doch nicht das Recht von unserem Mitmenschen zu verlangen. Gott hat Recht, er hat es erschaffen und sein Sohn hat sich diesem Recht gebeugt, ohne wenn und aber, er hat am Kreuz vergeben, denn sie wissen nicht was sie tun.  Wir haben ein Vorbild und ich möchte als Mensch den ersten Schritt tun zur Vergebung, den ersten Schritt tun, um umzukehren, weil er mich zuerst geliebt hat.


    unrecognizable trendy woman lying on street bench near wall with inscription on autumn day
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  • Alles Neu – Emanzipation

    Gefangen in Glaubenslehren, in Dogmen und doch durchdrungen von einem göttlichen Funken schwanke ich zwischen Erfüllung des Gesetzes und erfüllt sein durch den heiligen Geist, ich nenne es den Stachel im Fleische, doch ist es das Verbleiben in der Knechtschaft, das ablehnen der Gnade Gottes, das zunähen des zerrissenen Vorhangs, des Entfernens des Nägel im Kreuz. Genügt die Gnade Gottes, die Vaterschaft Gottes nicht mehr? Wir verneinen den kindlichen Zugang zum Vater und erschaffen uns lieber eigene pseudo theologische Interpretationen des Allmächtigen und stellen lieber das Buch, das Kreuz, das Blut, Visionen, Zeichen und Wunder in den Mittelpunkt unseres Interesses anstatt die Beziehung zu Vater, Sohn und heiligem Geist. Verkopften und mystifizieren Gottes Absichten so stark, dass wenn wir unsere Kinder um ihre Meinung bitten, diese wohl nichts als Unverständnis äußern  könnten, doch glauben sie unseren Worten, weil sie von ihrer von Gott gegebenen Autorität geäußert wird. Doch was tun wir unseren Kindern damit an? Sie werden uninformiert, gebeten ihre Gefühle, falls überhaupt zu welchem Zeitpunkt gezielt in dafür geeigneten formellen Gefäßen auszuleben, wir nehmen ihnen die Spontanität, das Informelle, die wir alle so nötig hätten, weg. 

    Ich bin nicht bereit das Kinde mit dem Bade auszuschütten, nein, ich behalte das Kind, geboren in einem Stall, der aufwächst, mir König und Bruder wird, mich hineinführt in die Beziehung zu seinem, meinem Vater und zu meiner Schwester, er der mit den Tisch deckt und mir das Glas zum überlaufen einschränkt, sucht mich für sich. Alles andere geht mich nichts mehr an, ich folge ihm.

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