Alles Neu – Umkehr

In vielen Situationen orientieren wir uns als Menschen und auch als Christen, was andere sagen oder meinen. Wir vergleichen uns, fühlen uns besser oder schlechter. Als bessere oder schlechtere Menschen. Aus dem religiösen Kontext argumentiert finden wir uns in vielen Fällen, andere als zuwenig gläubig, als zuwenig nachfolgend und genügend radikal zu sehen. In diesem Punkt stellen wir uns auf den Thron Gottes und werden Richter, verurteilen und merken nicht, dass wir selbst blinde Flecken in  unserem Glaubensleben aufweisen. Das Bibelwort gibt uns Mut, bei uns anzusetzen, von uns zu verlangen, was wir von unserem Mitmenschen erwarten. Es ist einfach auf den anderen zu zeigen und Schwachpunkte beim anderen Menschen zu finden, doch wo bleibt die Selbstreflexion? Es führt zu nichts, den anderen zu be- und zu verurteilen. Es lenkt von unserer eigenen Unfähigkeit ab, wir wachsen nicht und fördern den Wachstum bei unseren Mitmenschen in keiner Weise. Es geht um mich, wenn ich die Welt verändern will, dann geht es um mich, ich kann mich nicht mehr hinter der vermeintlichen Unfähigkeit meines Mitmenschen verstecken, nein, ich muss selbst Handanlegen, meine Hände schmutzig machen, mich investieren. Hier also keine Hemmungen und ja, es wird viel verlangt, viel von mir verlangt und immer nur von mir verlangt, vielleicht haben wir recht,  doch nicht das Recht von unserem Mitmenschen zu verlangen. Gott hat Recht, er hat es erschaffen und sein Sohn hat sich diesem Recht gebeugt, ohne wenn und aber, er hat am Kreuz vergeben, denn sie wissen nicht was sie tun.  Wir haben ein Vorbild und ich möchte als Mensch den ersten Schritt tun zur Vergebung, den ersten Schritt tun, um umzukehren, weil er mich zuerst geliebt hat.


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Photo by Анна Галашева on Pexels.com

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