Ich schreibe diese Zeilen und das Verständnis des göttlichen und irdischen aufzuzeigen. Es handelt von der ewigen Stadt und dieser Welt. Als Schreiber und Gelehrte, habe ich mich bereits früh mit den Abläufen und Strukturen unserer Welt beschäftigt, also zu jener Zeit, als ich noch erschaffener, eine Kreation Gottes wahr. Im hier und jetzt und aller Ewigkeit lebe ich diesem Grundsatz weiter nach und zeige auf wie es sich als gezeugten verhält.
Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Einige von euch kennen wohl die Entstehungsgeschichte. Ihr wisst wohl, dass Gott die Welt nicht alleine, sondern im Verbund erschaffen hat. Ihr müsst verstehen, dass Gott die Beziehung in sich ist und nur aus dieser leben möchte. Nichts geschieht ohne Beziehung. Wie ich bereits anfangs erwähnt hatte, war ich Schreiber und Gelehrte in der Ewigkeit Gottes. Was geschah wurde von mir minutiös aufgeschrieben, dokumentiert. So war ich dabei, als Gott das Licht, die Welt, die Vegetation, die Planeten, die Tiere und schlussendlich den Menschen erschaffen hat. Alles was erschaffen wurde zeugt als Beispiel des Ewigen. Ihr würdet das Ewige nie verstehen, wenn ihr beispielhaft, das Göttliche durch das Irdische erleben könnt. Denkt doch nur an einen Sonnenuntergang, was löst eine solche Erfahrung bei euch aus. Faszination, Begeisterung, Romantik, Liebe, ja, schlussendlich pure Leidenschaft. Folgt dieser Leidenschaft und sie führt euch zu Gott.
Ihr müsst verstehen, dass das irdische bereits einen Tropfen oder einen Funken des Göttlichen in sich trägt. Ihr Menschen glaubt, dass dieser Funken bereits das Göttliche ausmacht und ihr sucht und glaubt in euch die Erfüllung eurer Wünsche gefunden zu haben. Wer diesen Funken als Inspiration nutzt, ein beispielhaftes Leben zu Leben, dem wird klar, dass die irdischen Möglichkeiten sehr beschränkt sind. Jemand hat einmal gesagt, dass ein irdisches Leben wie eine Handvoll Wasser verrinnt, das Göttliche Leben jedoch einen ganzen Ozean ausmacht. Wer sich also in seinem irdischen Leben seinen Beschränkungen bewusst ist, der wird verstehen, dass dieses irdische Leben einerseits als Übungen für das Zukünftige, aber auch für die Gestaltung des beschränkten irdischen Lebens gedacht ist. Einige von euch haben das Gefühl, dass im Himmlischen, resp. Göttlichen nur Harfe gespielt, gesungen und gepriesen wird. Fürwahr, ihr Menschen, im Göttlichen wird immer angebetet, alles was geschieht ist pure Anbetung. Doch eure irdischen Begabungen, eurer Funke wird im Göttlichen seine wahre Identität erhalten. Paulus sagt, jetzt seht ihr nur durch einen Spiegel, später werdet ihr alles klar sehen von Angesicht zu Angesicht. Ihr seit der Funke, ihr habt diese Begabung und Fähigkeit in euch von Gott hineingelegt erhalten. Ihr trägt diesen Samen, der jetzt noch im Dunkel des Erdbodens schlummert, gar verkümmert, gar tot. Doch er wird aufwachsen in Herrlichkeit. Ihr definiert euch so stark in eurem Umfeld über den Aspekt der Anerkennung. Ihr seid von Gott bereits anerkannt, ihr seit wertgeschätzt und über alle Massen geliebt. Ja, gewiss, ihr könnt das Göttliche nicht sehen, doch ihr seht diesen Funken, diesen Aspekt, diesen Abglanz, dieses ähnlich wie Gott sein und trotzdem noch nicht vollkommen, ganzheitlich. Ihr habt bereits die Verheissung, Söhne und Töchter des Höchsten zu heissen, und ihr werdet es auch sein. Söhne und Töchter. Gottes Söhne und Töchter. Vom Erschaffenen zum Gezeugten.
Es ist schwierig für euch zumal das Göttliche im Irdischen zu sehen. Ihr kennt nur die Realität, nicht das Gottstein. Für euch ist die Realität die einzige Wahrheit, doch sie ist nur beispielhaft, lückenhaft, unvollkommen und zumal Gott fern. Ihr müsst das Leben deswegen nicht weniger achten, ihr sollt euch bewusst sein, dass auf euch eine bessere Zeit wartet. Für alle Hoffnungslosen, für alle Verachteten, alle Ausgenutzten, alle Enttäuschten, alle Menschen gilt die Liebe, welche unser Bruder Paulus im 1. Korinther 13 so gut skizziert hatte. Sicher ihr werdet bereits im Irdischen verwandelt, verändert, doch ihr müsst weiterhin diese Unvollkommenheit aushalten. Die Hoffnung, der Glaube und die Liebe bleiben und wie ihr wisst, die Liebe ist das Grösste. Alles Leid wird einmal ein Ende haben, alle Angst, alle Traurigkeit, alle Wut, alle Verzweiflung. Ihr werdet Gott von Angesicht zu Angesicht sehen und verwandelt werden in Gezeugte.
Wir sind umgeben von einer unbändigen und trotzdem erfüllten Kreativität, Konzentriertheit, Klarheit, Unmissverständlichkeit. Glaubt nur nicht, was sie euch in den Schulen lernen, sich nicht im Himmlischen auswirken wird. Es tut es. Nicht so, wie ihr es manchmal vermittelt bekommt. Ihr könnt im Irdischen nur wenig erahnen, was es bedeutet.
Es gibt keinen Dualismus hier. Alles ist eine Einheit. Ihr glaubt immer noch, was ihr in euren Universitäten und Lehrstätten lernt und was euch das Wort Gottes lernt eine Diskrepanz aufweist. Das Wort Gottes ist Gerüst oder Gefäss und das Wissen wird in diese verbaut oder gegossen. Da ihr als irdische Gefässe nicht vollkommen sein könnt und euer Wissen lückenhaft ist, so versucht ihr dieser Diskrepanz einen Dualismus aufzuzwingen. Ihr haltet die weichen Faktoren als relevanter als die harten Faktoren. Ihr habt euch noch nicht soweit hinaus getraut, als ihr diese als Einheit seht. Versteht das Wissen, eure Fähigkeit und Begabung selbst als Gefäss. Ihr seid dieses Gefäss. Es geht darum dieses Produkt zu vervollständigen. Wie ihr wisst, ist dies irdisch nie möglich. So verweilt ihr in diesem beiden Welten. Persönlich lebt ihr in eurem Glauben, eurer Beziehung zu Gott. Beruflich (Berufung) lebt ihr auf der Basis des Weltlichen. Ihr glaubt es zumal. Versteht es so. Gott ist Glaube, Liebe. Hoffnung in Person. Den Rest (das Wissen) folgt logisch.
Wie anfangs erwähnt werdet ihr Gott nicht nur anbeten, ihr werden erschaffen. Damit meine ich nicht ein Abbild des Göttlichen, sondern als das Göttliche, eine neue Kreation. Braucht für diese Vorstellung, für das Erahnen eure Phantasie. Was würde ein Briefträger im Himmlischen tun, was ein Pfarrer, was eine Hausfrau, was ein Maurer, ein Architekt, was ein Graphiker. Das sind nur Beispiele des Irdischen. Das Göttliche sieht nicht den Beruf, sondern die Berufung, die Fähigkeit und Begabung in der gelebten Person. Also konkret wer wäre für die meteorologischen Aspekte zuständig, wer für das Design derselben, wer für die Vielfalt der Fauna und Flora und wer für das Zusammenspiel aller Beteiligten und das für alle Zeiten. Wer würde den Lebewesen ihre Stimme geben. Wer würde die Gefühlswelt der Abbilder Gottes definieren und einpflanzen. Wer würde das Farbspektrum bestimmen. Ihr.
Ihr werdet angekommen, die Sehnsucht wird erfüllt sein, ihr werden endlich das sein, was angedeutet war, ihr werdet …
