Alles Neu – Emanzipation

Gefangen in Glaubenslehren, in Dogmen und doch durchdrungen von einem göttlichen Funken schwanke ich zwischen Erfüllung des Gesetzes und erfüllt sein durch den heiligen Geist, ich nenne es den Stachel im Fleische, doch ist es das Verbleiben in der Knechtschaft, das ablehnen der Gnade Gottes, das zunähen des zerrissenen Vorhangs, des Entfernens des Nägel im Kreuz. Genügt die Gnade Gottes, die Vaterschaft Gottes nicht mehr? Wir verneinen den kindlichen Zugang zum Vater und erschaffen uns lieber eigene pseudo theologische Interpretationen des Allmächtigen und stellen lieber das Buch, das Kreuz, das Blut, Visionen, Zeichen und Wunder in den Mittelpunkt unseres Interesses anstatt die Beziehung zu Vater, Sohn und heiligem Geist. Verkopften und mystifizieren Gottes Absichten so stark, dass wenn wir unsere Kinder um ihre Meinung bitten, diese wohl nichts als Unverständnis äußern  könnten, doch glauben sie unseren Worten, weil sie von ihrer von Gott gegebenen Autorität geäußert wird. Doch was tun wir unseren Kindern damit an? Sie werden uninformiert, gebeten ihre Gefühle, falls überhaupt zu welchem Zeitpunkt gezielt in dafür geeigneten formellen Gefäßen auszuleben, wir nehmen ihnen die Spontanität, das Informelle, die wir alle so nötig hätten, weg. 

Ich bin nicht bereit das Kinde mit dem Bade auszuschütten, nein, ich behalte das Kind, geboren in einem Stall, der aufwächst, mir König und Bruder wird, mich hineinführt in die Beziehung zu seinem, meinem Vater und zu meiner Schwester, er der mit den Tisch deckt und mir das Glas zum überlaufen einschränkt, sucht mich für sich. Alles andere geht mich nichts mehr an, ich folge ihm.

macro photography of water waves
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