Kategorie: 2026

  • Alles Neu – Gravitation

    alles was ist, wurde erschaffen, alles hat einen Anteil an Wahrheit. Wir sehen alles durch eine Brille, doch nehmen wir uns Zeit diese Brille abzulegen, sie reinigen zu lassen oder geben wir uns mit den Gegebenheiten des Lebens zufrieden, sei es durch Resignation, Gleichgültigkeit? Wie kann ich das, was ich sehe, interpretieren, wenn ich durch eine  ungereinigte Brille sehe. Aspekte des Lebens scheinen diffus, unklar, gar furchteinflössend, durch die die Fettablagerungen gar gloriosa und wie lasse ich diese Interpretationen in mein Leben einwirken, mit dem Abdruck meiner Vergangenheit, meiner Verletzungen, meines Stolzes, meines eingetrichterten Dogmas. Was uns am meisten verwirrt, sind nicht die Lügen, die wir scheinbar durch die verschmutzte Brille sehen müssen, sondern die Halbwahrheiten, einiges stimmt, anderes wir zu fokussiert angeschaut. Wir können uns selbst nichts schön-, aber auch nicht verdammtreden und wer stoppt diesen Wahnsinn, des sich selbst suchen, verlieren, reflektieren, wäre es nicht besser diese Brille auszuziehen, weil wir sie nie reinigen können und es niemand kann, dann wären wir blind, ja, dann gäbe es kein Wunschdenken mehr, sondern nur noch Kapitulation, wir benötigen Gottes Augensalbe, die uns geschenkt wird, wenn wir einsehen, dass wir nichts sehen, dass wir verloren sind, wir den Weg, das Leben und die Wahrheit verloren haben, dann werden wir auf uns selbst geworfen, es geht um unsere Augen, nicht um die Augen der anderen, es geht um meinen Balken, nicht um dem Balken im Auge des anderen, ich muss beginnen, meine Maske auszuziehen und mich zu sehen, wer ich bin. Dann brauche ich ihn, nicht seine Wunder, nicht seine Zeichen, sondern ihn, ich brauche ihn, ich brauche seine Nähe, ihn. Ich brauche das Augenlicht nicht wegen mir, nein, wegen ihm, um ihn zu sehen und mit ihm ewig zu sein. Ich trachte nach ihm, alles andere wird mir zufallen, göttliche Gravitation.

    a person cleaning eyeglasses
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  • George MacDonald

    Wer in den Büchern von C.S. Lewis liest stolpert ab und an immer wieder über den Schriftsteller und Theologen George MacDonald. C.S. Lewis hat ihn seinen geistlichen Mentor genannt. Doch was kann ein Schriftsteller aus dem 19. Jahrhundert, würde er sich nicht in den Reihen alter Philosophen wie König David, Salomo einreihen, eine leichte Brise längst vergangener und nicht mehr relevanter Zeit? Ein Mann mit langen Haaren, mit langem Bart (wie William Booth, Gründer der Heilsarmee, welches Bild ich jeweils in meiner Kinderzeit lange in der Küche der Gemeinde in Bern angeschaut habe, eindrücklich, auch etwas bedrückend, jedoch nie leicht, immer eine gewisse Schwere). Sollte George MacDonald nicht auch der uralte Zuchtmeister sein, der einem mit alten, weisen Worten und mit der Peitsche der Zucht schlussendlich massregelt. Doch das konnte ich mir nach dem Lesen der Bücher von C.S. Lewis kaum vorstellen, vielleicht ein komplexer Formulierer höchst theologischer Bücher, welche nur noch im Ansatz verständllich für den Laien, speziell den Laien im 21. Jahrhundert sein könnte. So machte ich mich 2022 auf einige Märchen zu kaufen, dies als Alternative der bereits gelesenen Narnia-Büchern und um meiner Tochter, meiner Frau und mir in Form von Fabeln einen neuen Zugang zu unserem Herrgott zu vermitteln. So begannen wir im Frühjahr 2022 mit dem ersten Buch „Die Prinzessin und der Kobold“, wie auch deren Nachfolgewerk „die Prinzessin und Curdie“. Gefolgt von „Hinter dem Nordwind“. Eine wirklich andere Erzählart aus einer anderen Zeitepoche, das stimmte wohl, doch das vermittelte glich der Erfahrung Moses, als er bat Gott zu sehen und nur seinen säuselnden Wind spürte. So erging es mir beim (Vor)-lesen der Bücher. Ein Säuseln, ein leichtes Aufwirbeln des Geistes Gottes in meiner Seele, es führte in eine tiefe Ruhe, es machte mich sprachlos. Ich wollte mehr von diesem Schriftsteller wissen, was er glaubte über Gott. So las ich seine nicht gehaltenen Predigten, zuerst nur das erste Band, dann später alle Bänder und wie soll ich es erklären, nach jedem Kapitel brauchte ich Wochen, um deren Inhalt zu verdauen. Dunkles, dichtes Brot, so was habe ich noch nie gegessen. Ich begann zu schreiben, tiefer, grundlegender als je zuvor, es schien, als ob seine Worte, seine Auslegung der Bibel etwas enorm tiefes in mir freigelegte. Ich erinnere mich gut, Anfang Oktober 2023 in den Ferien in Bordighera packte es mich total, ich konnte nicht mehr schlafen, ich stand auf, setzte mich auf den Balkon der Ferienwohnung, schaute auf die Palmen, das rauschende Meer. Ich habe an diesem Tag Gott gebeten, er solle mir aufzeigen, weshalb ich in gewissen Lebenspunkten immer noch falle und nicht über gewisse Punkte hinweg komme, dann las ich das Kapitel Freiheit. Es nahm mir den Atem, es schien, als ob sich das ganze Universum um mich drehte und Gott zu mir sprechen würde, jetzt macht alles Sinn, jetzt schliesst sich der Kreis. Ich habe geweint, ich sass einfach da und sprach nicht mehr. Dann wurde es mir bewusst, dass all das was ich seit Kleinkind in meinem Herzen hatte und im Lied „Gott ist die Liebe“ zusammenfasst war, plötzlich Sinn machte, in diesem Augenblick trat ich bewusst in die Weite Gottes hinaus, die Tür, welche mir C.S. Lewis geöffnet hatte, führte mich auf dem Weg zu unserem geliebten Gott in die Weite und ich erinnere mich an das Bild, was ich vor Jahren hatte: ich stehe mit dem Rücken zum Berg und Gott kommt von hinten auf mich zu es ist Nacht und er sagt, ich mache alles neu, ich spüre tiefste Verbundenheit mit ihm. Ich fühlte mich mit diesem alten Mann so verbunden. Er fasste meine tiefsten Gedanken, meine Sehnsüchte nach dem Reich in klare, fassbare Worte. Ich hoffe, dass ich die Geschichte ins gelobte Land aufgrund dieser vertieften Erkenntnis weiterschreiben, sogar vollenden kann. Jetzt weiss ich wohin der Pilger gehen muss, jetzt weiss ich was das gelobte Land meint (Sohnschaft) und zurück nach Ägypten (Sklavenschaft). Folgendes Zitat aus nicht gehaltene Predigten Teil drei aus dem Kapitel Wahrheit fasst den Aspekt zusammen:

    „The only free man, then, is he who is a child of the Father. He is a servant of all, but can be made the slave of none: he is a son of the lord of the universe. He is in himself, in virtue of his truth, free. He is in himself a king. For the Son rests his claim to royalty on this, that he was born and came into the world to bear witness to the truth.“

    George MacDonald on Truth – Unspoken Sermons Part III, edited in Bordighera

    Quelle Wkipedia
  • Clive Staples Lewis

    Anfang der 1990er Jahre erzählte mir der Sohn unseres Pfarrers über die guten Nachtgeschichten in seiner Kindheit. Sein Vater habe ihnen jeweils vor dem zu Bett gehen Narnia vorgelesen. Eine Art christliches Märchen. Jahre später begann ich selbst meinen Kindern die Narnia-Geschichten vorzulesen. Die Geschichten haben in mir und meinen Kindern wie auch meiner Frau eine tiefe Sehnsucht nach dem Göttlichen hervorgerufen. Nachdem ich seine Biographie Ende der 2009-Jahre und sein Buch über das Christentum (Pardon, ich bin Christ resp. mere christianity) gelesen habe, packte mich eine grosser Enthusiasmus über die Art und Weise wie C.S. Lewis Bücher schrieb. So begann ich anfangs der 2010-Jahre mit dem Lesen aller seiner Werke zuerst in deutscher und später in der englischen Version. Desto mehr ich las, desto mehr zog es mich hinein, nicht wie eine Droge, sondern nach dem Bibelwort, du stellst meinen Fuss auf weiten Grund. Zum ersten Mal in meinem Leben war da ein Mensch, welcher meine tiefsten Überlegungen, meine Sehnsüchte nach dem Göttlichen in klar verständliche Worte fasste. Desto mehr ich las, desto mehr fühlte ich mich nicht nur zu seinem Büchern, sondern zu ihm hingezogen, er war für mich ein Mentor, ein grosser Bruder, ein geistlicher Vater. Ich habe nie danach gesucht, es wäre als Gott in mein Leben getreten war und mir sagen sollte, das habe ich mit all dem was ich dir zeigen wollte gedacht. Seine Bücher haben in mir geistlichen Hunger geschürt. Ich kam ab und an vom Buchlesen nach hause und verspürte diesen Hunger physisch. Die Sehnsucht mit Gott eins zu sein, einen Teil von ihm zu sein, für immer mit ihm zu verschmelzen, das Bibelwort, dass Gott zunehmen und ich abnehmen soll machte plötzlich Sinn, das Bibelwort, dass ich nicht vergleichen sollte, sondern Gott nachfolgen sollte wurde in mir zur Gewissheit. Vielleicht war es so, dass C.S. Lewis als Kind seine Mutter und ich als Teenager meinen Vater verloren hatte, vielleicht dass er sich von keinem Gruppendruck unterdrücken liess, wie ich es auch nie getan habe. Vielleicht weil er der Zweitgeborene war, so wie ich und schlussendlich seine Liebe zum Kindlichen (Lamm) und trotzdem zum Königlichen (Löwen). Überrascht es schlussendlich, wenn er sich immer Jack nannte, und dies der Vorname meines leiblichen Vaters war. 

    Jack Lewis hat mir die Fenster zu Gottes Weite eröffnet, einer unbekannten Weite, würde es sich lohnen, dieses grosse Gebiet zu betreten, doch was würde mir begegnen, Enge?

    Quelle Wkipedia

    “We all want progress. But progress means getting nearer to the place where you want to be. And if you have taken a wrong turning then to go forward does not get you any nearer. If you are on the wrong road progress means doing an about-turn and walking back to the right road and in that case the man who turns back soonest is the most progressive man. There is nothing progressive about being pig-headed and refusing to admit a mistake. And I think if you look at the present state of the world it’s pretty plain that humanity has been making some big mistake. We’re on the wrong road. And if that is so we must go back. Going back is the quickest way on.”

    ― C.S. Lewis, The Case for Christianity

  • Alles Neu – Leid

    Ich möchte, dass es mir gut geht, ich mit mir und allen im Einklang bin, das Leben geniessen, es mir gut gehen lassen.

    Doch dann scheint sich der Wind zu ändern, Disharmonie, Diskrepanz zwischen dem, was ich glaubte zu glauben, Zweifel, wegfallen von schönen Gefühlen. Und dann, wo stehe ich dann? Das tiefe Wasser, war schlussendlich nur eine oberflächliche in sich selbst spiegelnde Pfütze? Ich verfalle dem Frust, falle ins Leid, welche ich durch wahren Glauben, wegdrängen sollte und jetzt ohne Filter auf mich eindringt. Was ist meine Reaktion darauf, Panik, Selbstmitleid, Rachegelüste, Rechthaberei und die altbekannte beleidigte Leberwurst. Gott führt mich weiter, ich muss eingestehen, wie unreif ich auf seine Führung reagiere. Ja, ich kann nicht mehr bluffen, nein, es soll und er soll weitergehen, mich konfrontieren, mich aus der Ecke der Selbstgefälligkeit herausholen, um mich zu verändern, wie ein Töpfer sein Werk, es tut weh, es braucht alles und ich weiss ich werde resignieren, damit kapituliere ich. Der innere Schweinehund kann nur durch brutale Ehrlichkeit und schonungslos herausgearbeitet werden.

    close up photo of a man having a neck pain
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  • Alles neu – doch wohin?

    welchen Weg soll ich gehen

    wohin soll ich gehen

    vorwärts, stehen bleiben oder zurück

    geht der Weg links oder rechts

    wenn mich meine Seele bedrückt

    mich anklagt und niederdrückt

    wenn ich falsch lag oder der andere

    und mich mein Gewissen plagt

    renne ich dann weg und flüchte

    nicht ich, sondern du

    nicht ich beurteile, sondern du

    weder mich noch andere

    du zeigst mir den Weg

    ich glaube an dich

    ich bleibe stehen und schaue zu dir

    ich lasse alles los

    du kennst mein Herz

    du kennst mich

    ich diene dir

    nicht den Menschen

    nicht mir selbst

    ich diene dir

    …danke Vé…

    cluster of small white flowers between pages of an open book
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  • Alles Neu – Rosa Maria

    ¹Ä Muetter wo bättet

    Ä Muetter wo sech isetzt

    Ä Muetter wo liebt u vergit

    Ä Muetter wo lachet u sech freut

    Das bisch du

    ²Ä Muetter wo hofft

    Ä Muetter wo nie ufgit

    Ä Muetter wo kämpft

    Ä Muetter wo nid na git

    Das bisch du

    ³Ä Muetter wo tröschtet

    Ä Muetter wo verbindet

    Ä Muetter wo dr Dräck abwischt

    Ä Muetter wo eim Fänschter uftuet

    Das bisch du

    C

    Mami – Mütterli – Omili u Grossimami

    Du hesch aues gäh für mi

    I bi de Ma wo ni bi o dank dir

    dr smö – krönt mit Barmherzigkeit u Güeti

    B

    U we du muesch lide

    Us mir z’Härz verdreit

    Weis i

    Wärde mer frei si

    Du, mi liebe Brüeder u mi Papi

    Rosa Maria – ca. 2004

  • Alles Neu – Jakob

    We d’Sunne früeh em Morge ufgeit
    dr Burebueb wach wird u ufsteit
    Sini Chleider aleit u i Stau geit
    Sini Pflicht erfüllt bevors id Schueu geit
    Sini Gwüschterti Kleider aleit
    u em Vater mit dem Heue hilft
    u när müedt sich is sis Bett leit

    We s vo deheime vom Bure weggeit
    sigs is Militär oder zumene Bur als Knecht
    Wes drum geit öper kennezlerne
    sini Annonce i dZytig schribt
    u när sich das Meitschi us dr Ostschwyz nimmt
    er für sie zBärnbiet verlat u sy hürate

    We sy zäme loszieh und nach Bärn zrüggchöme
    Sech ä Neubouwohnig in Hinterkappele nehme
    We dä Maa sis Töffli nimmt u sini Frou drufschnauet
    er Vater wird vo sim erschte Nachkomme
    Vo Hinerkappele nach Ostermundige zügle mit Ross u Waage
    U när si zwöit Sohn uf dWäut chunnt

    Us Rosswärter bir Empfa u später Magaziner/Kurier bir Landestopographie
    ä churze abstächer macht vo Ostermundige via Belp is Tscharni
    Im Winter mit em Bobsledge jede Hügu abefahrt
    Im Sommer vo Flugschou zu Militärdéfilé
    sini grossi Liedeschaft Flüge vo Tel Aviv nach Washington DC
    Mitglied vom Klub der Eintagsflieger isch er gsy

    U när isch es im schlechter gange
    sich Läbe isch nümme ufgange
    Angscht vor Angscht het er gha
    niemer het em me chönne verstah
    verzwifflet und ufglöst isch er gsy
    du hesch üs für immer verlah

    Kobi, Jakob, mi Papi
    i vermisse di
    ich hätti dir so viu zäge
    di i Arm znäh, dir Muet zgäh
    z’säge, dass es immer Hoffnig cha gä

    u jetzt bini säuber Papi
    u o wird einisch mini Chinder verlah
    doch weiss i, dass o we mi oder si
    Vater u Muetter verlöh
    So wärde mir nie vo Gott verlah
    i erhäbe, my Gott für das

    my himmlischer Vater, Abba
    i sehne mi nach dir
    i wott für immer bi dir sy
    i setze mis Vertroue uf di
    hiuf mir, die nie z’verlah

    Kobi, Jakob, mi Papi
    wird wärde üs wieder gesh
    dört gits ke Chummer und ke Angscht meh
    mir wäre endlich, mi liebe Papi, frei sy
    free at last, free at last, praise God Almighty, we are free at last

    Kobi, Jakob, Israel
    mit Vater het mir sini Liebi für di ghä
    das Land vo de Nachfahre vom Abraham
    i bin nid mit dir verwandt u doch verbindet üs äs Liebeband
    du bisch mi David, i bi di Jonathan

    Vo dir chunnt der erschtgebornig Sohn
    er wo üs vo aune Sünde erlöst
    er wo der Erlöser für aui Mönsche isch
    bi ihm giut kes Agseh vo dr Person
    er führt üs aui us Aegypte is globte Land
    die neui Stadt, zhimmlische Jerusalem

    Jakob – ca. 1967

  • Alles neu – Unvergesslich

    wir erinnern uns, desto älter wir werden, erinnern wir uns an unsere Vergangenheit, an Erlebnisse, an Menschen, an Schicksale, an Freuden, an Leiden und desto älter wir werden, desto weiter zurück führen uns unsere Erinnerung, zurück an die erste Erinnerungen, an Gerüche, an Farben, Lichter, an Schatten, an Textur, an Gesichter, an Tränen und Lachen, das Ende führt zum Anfang, bevor es endlich ins Unendliche mit ewigen Anfängen führen kann.

    Ich kann meine Seele nicht verstecken, Geschehenes nicht ungeschehen machen, ich kann schönes nicht behalten, es vergeht, bleibt nur noch in Erinnerung und irgendwann bleibt es wie ein Traum zurück, wir können nichts behalten, alles vergeht wie eine schöne Blume, einiges bleibt als schöner, anderes als böser Traum zurück. Menschen, die uns nahe waren, sind uns nicht mehr nah, sie gehen eigene Wege, verlassen uns, wir verlassen sie, Erinnerungen bleiben, wir können es nicht behalten, nicht konservieren und nach Wunsch abrufen und zurückhalten, zurücknehmen, es umarmen, halten und ewig bei uns tragen. 

    Doch alles was war wird vergehen und ich glaube, wenn wir dieser Welt sterben und hinzutreten in das Göttliche, dann werden wir unser Erinnerungen wieder finden, nicht mehr als Erinnerungen, sondern als Pflanzen, welche wir nur erahnt haben, werden als Pflanzen, als Bäume, als schöne Sonnenuntergänge ewig bleiben, wir werden die Gerüche als Kleinkinder in ihrer Vollendung erleben, vollumfänglich, wir werden den lieben Menschen, die Liebenswürdigkeiten, die Ermutigungen, die Tröstung, unserer Mutter, unseres Vaters, unseres Bruders, unserer Schwester erkennen in dem einem, der alles Erschaffen hat, nicht als Abbild, sondern als Vollendung, in Gott werden wir unsere Mutter erkennen, ihre Liebe zu uns, ihre Fürsorglichkeit, ihr grosses Herz, ihre Umarmungen werden wir ewig auf unserer Haut spüren, Gott wird das Vertrauteste, das Vollendeste, das Tiefste und Weiteste sein, was wir je erleben werden und in Zukunft immer erleben. Wir werden alles, was wir nicht erlangt haben, alles was wir nicht geschafft oder vermisst haben, erhalten und wir werden dann zum letzten Mal die Tränen vergiessen, bevor es kein Leid, kein Tod, keine Wut, kein Krieg mehr geben wird. Alles Vergangene werden wir für ewig in ihm in seiner Vollendung und Ganzheit erkennen und für ewig darin gedeihen, aufgehen und damit verschmelzen.

    Siehe ich mache alles neu – Amen

    Vater und Sohn in der Küche
    1974 Vater und Sohn, Belp
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  • Alles Neu – Wahrheit

    Behind the curtain of reality lies the floor of truth

    Derrière le rideau de la réalité se cache le sol de la vérité

    red curtain
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  • Alles Neu – Wut

    Mein schlechter Schlaf, mein gestört werden im Abbau meiner Pendenzen, die Ineffizienz, meine Ungeduld, meine Blähungen, der Inputtag mit wohl so vielen esoterischen Aspekten, das Mitmachen müssen, so viele Befindlichkeiten, meine Starre, meine Unflexibilität, die fehlende Klarheit in meiner Emotionalität: ich habe Wut: das Ausbleiben von Mut, Mut kommt durch Zerbruch, tägliche Taufe, hinabtauchen und verändert emporsteigen.