Weshalb mache ich etwas, weshalb mache ich das, was ich mache:
Um anzugeben, um anzunehmen, um die Zeit herauszubringen
damit ich Applaus, welchen ich sonst nicht erhalten würde
nun, wenn ich es nicht tue, dann tut es ein anderer
nun, mache ich mich jetzt klein, damit mich niemand übervorteilen kann
nun, damit ich nicht in Konkurrenz treten muss, mich schöner, besser, gefälliger und ausdrücklicher zu zeigen
Denn wenn ich es endlich geschafft hätte, dann hätte ich es geschafft, oder eben gerade nicht
was dann, berühmt zu sein ist kein zuckerschlecken, eher Wunden lecken und schlussendlich
enttäuscht, dass dieser rote Apfel nicht die Wirkung, sondern das entzaubern brachte
so enttäuscht, so frustriert, nur heisse Luft, nur Druck in der Brust, wo steht die Liebe, wo der Hass, wo die Triebe, wo steht der Sinn, wo bleibt der Wahnsinn, wo die Erfüllung, wenn ich schon vorab nicht voll war, dann ist jetzt das Glas nicht gefüllt, sondern eher leer als voll.
Und wen würde ich zur Verantwortung ziehen, dich, nein mich, weil ich auf den alten Marketingtrick reingefallen bin, es ist zumal nicht leicht, sondern schlichtweg abgeschminkt, berühmt zu sein.
