Das Buch

Wir lesen Bücher, einige mehr, andere weniger, andere gar nicht. Einige zur Lust, zur puren Unterhaltung, andere zur Erweiterung ihres Wissens, einige als Ratgeber, andere zur Ablenkung bis hin zur Aufklärung. Es wird geschrieben, darauf argumentiert, philosophiert, neu gedacht, alt belassen, einiges wird neu interpretiert, anderes bleibt beständig. Die einige finden es sollte so bleiben, andere wollen das andere. Einiges ist für das heute, das hier und jetzt, anderes von gestern und trotzdem zeitlos. Wir müssen verstehen, was ein Buch kann und was nicht. Es kann inspirieren, einen Gedankenanstoss geben, unterhalten, Kompetenzen erweitern, auf andere Gedanken bringen, doch es kann nicht lieben, es kann nicht Berge versetzen, es kann nicht glauben, es kann nicht um Vergebung bitten, es kann nicht die Verantwortung für mich übernehmen, es kann nicht die Beziehung ersetzen.

Wie steht es hier mit dem Buch der Bücher, der Bibel. Ich glaube, es kann nicht mehr als ein Buch eben kann. Es sind Schriften, es sind Inspirationen, Gedanken, Gedichte, Lebensgeschichten. So kann ein Buch auch nicht sprechen, nur eine Person, ein Wesen. Sicherlich kann dadurch auf die Stimme aufmerksam gemacht werden, doch kann sie nicht die Beziehung ersetzen. Ich kann nicht Bibelstellen zitieren, ohne mich in diese Beziehung hinzugeben und diese Beziehung ist ein Angebot, kein Zwingen in keiner Art und Weise. Die Bibel ist eine Inspiration, eine Ermutigung, sich diesem Gott zu nähern. Kein Ersatz dafür. Wem würde es in den Sinn kommen, ein Buch anzubeten. Doch es hat auch Schattenseiten. Ich kann jedes beliebige Buch interpretieren, zu meinen Gunsten interpretieren (und ggfs. zu Ungunsten anderer). So bin ich gefährdet, ein Buch als Strafgesetzbuch einzusetzen, speziell wenn es Werte definiert. Musste Jesus nicht deswegen kommen, um den Menschen zu bezeugen, dass sie nur durch die Beziehung zu einem Vater, einem Sohn und König und einer Weisheit in den Glauben eintreten können. Wieviel musste Jesus geistliche Autoritäten hinterfragen und ihnen vorzeigen, was der entsprechende Gottesdienst ist, nämlich zu lieben, Gott, den Nächsten wie uns selbst. Das Wort Gottes ist kein Buch mit sieben Siegel, nein es ist eine Person, Gott personalifiziert, in Jesus Christus. Wir vergessen vor lauter Bibelstudium manchmal unser Umfeld, die Menschen um uns herum und verfallen dem alten Trick, selbstgerecht zu sein, wenden alle Worte, welche in der Bibel stehen für Trennung von Gott für Menschen, welche aus unserer Sicht Gott (noch) nicht kennen, anstatt, diese Worte auf uns anzuwenden. Wir würden besser mehr beten, und diesem Jesus, dem Vater und dem heiligen Geist persönlich begegnen. Manchmal ist es besser sich vom selbstgeschaffenen Dogma vorübergehend zu verabschieden, diese beiseite zu lassen, in dem wir den Schwerpunkt auf das Gebet legen, uns ihm aussetzen, nicht in religiösem Wahnsinn, sondern in der Bedürftigkeit gegenüber Gott. Vielleicht finden wir uns aktuell zuwenig bedürftig, dann bitten wir doch diesen wunderbaren Gott, darum sie uns zu geben, damit wir ihm anhangen und dann, ja, wenn wir selbst merken, dass der grösste Feind Gottes wir selbst sind, ob wir ihn kennen oder nicht, dann kann er beginnen uns zu lösen vom Dogma hin ins gelobte Land und dann, aus dieser Überlegung. Ich muss uns enttäuschen, Gott ist wesentlich über alles Erdenkliche besser als wir ihn denken. Wir bedürfen einer Herzensänderung, die nur aus der Beziehung zu Gott kommt und wenn wir Schritt für Schritt verändert werden ihn sein Abbild, dann schlage das Buch auf, lese die Evangelien, die Worte Jesu durch und durch diese Brille der Tochterschaft, der Sohnschaft können wir den Buchstaben als diesen erkennen, das Wort darin finden (Jesus) und die Geister unterscheiden.

Amen

close up of books and coffee cup
Photo by Fatma K.duman on Pexels.com

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