Exodus

Die Zeiten ändern sich, haben sich schon immer verändert. Was gestern als unmöglich schien, scheint heute möglich oder ist Realität, was gestern verboten war, ist heute legalisiert. Was wird morgen sein? Der Mensch, inmitten von Veränderungen, ist gezwungen, sich stets anzupassen, sich zu öffnen, neuem zu öffnen. Wo bleibt der Mensch, bleibt er auf der Strecke? Was ist relevant, was ist von zeitlosem Wert, an was sollte ich mein Herz hängen, wem folgen, was befolgen? Was gibt mir Halt und Gewissheit, dass ich nicht der Willkür ausgesetzt bin, nicht der nächste Wogen von Meinung, von Weltsicht, Zeitgeist? Wie fest muss ich, soll ich mich verbiegen? Wo ist mein Raum, mein Ort der Ruhe und des Friedens? Wir Menschen haben verschiedene Hintergründe, sind unter verschiedenster Art und Weise aufgewachsen, wertgeschätzt und geliebt worden. Und irgendwo sind wir trotzdem gleich, wir brauchen Nähe, wir brauchen Wärme, wir brauchen Wert und Grund, um zu sein. Es ist aus meiner Sicht das Feinste, das Delikateste, das am zerbrechlichsten aller Dinge: die Seele des Menschen. Ich kann vieles bejahen, respektieren, tolerieren, doch zutiefst in meinem Innern, unabhängig, meines Statuses, meines Geschlechts, meiner Rasse, meiner Religion, meiner Körpergrösse, meiner Statur, ist diese Grundlage des Menschseins, dieser Tropfen des Göttlichen, auch wenn verdeckt, verdreckt, zerrissen, verdreht, abgestumpft, vergessen, vernachlässigt, missbraucht, trotzdem ein Abbild Gottes, dass sich leise, flüsternd, teilweise aufbegehrend, schreiend danach sehnt gekrönt zu werden mit Güte und Barmherzigkeit, gesehen, gereinigt, geheilt, vergeben, zur Ruhe bringend, Frieden findend, endlich wieder tief schlafen zu können, keine Schmerzen mehr erleiden müssen, in Frieden leben können, alles loszulassen, was hindert in diese Beziehung mit diesem liebenden Vater, mit diesem treuen Freund und dieser zärtlichen Freundin zu treten, ein Gott der nie missbraucht, der nie verhöhnt, der nie nachtragend ist. Meine lieben Mitchristen, bitte verkauft diesen Gott nicht als billiges Fastfood, nicht als Zuchtmeister, nicht als Hirten, welche seine Schafe dazu missbrauchen möchten, Zirkuskunststücke zu machen. Auch wenn ihr dies über Jahrhunderte so gelebt und erlebt habt, wenn ihr nicht anders könnt, haltet euch um Gottes Willen zurück, schweigt, kniet und betet um die Berührung des heiligen Geistes. Denn wo der Geist des Herrn ist, da ist  Freiheit. Ihr habt die Verantwortung, wir haben die Verantwortung, unserem Gott der Welt zu zeigen, wie er ist, in dem wir bei uns selbst beginnen. Würden wir diesen Massstab, welche wir an alle Menschen stellen an uns selbst anwenden, so müssen wir kapitulieren und uns selbst ans Kreuz schlagen und selbstlos schreien, Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun, besser vergibt mir, denn ich weiss nicht was ich tue. Jetzt ist es an der Zeit zu lieben, zu beten, uns nach seinem Reich für alle Menschen zu sehnen, in dem ich bei mir anfange:

Wohin soll ich gehen, du hast die Worte des ewigen Lebens. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch seinen heiligen Geist. Die auf Herrn harren, erhalten neue Kraft, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie rennen und nicht müde werden. Als ich den Herrn suchte, erlöste er mich aus all meiner Angst. Kommt her alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Deshalb rufen wir ihm zu, Abba, lieber Vater. So gibt es keine Verdammnis mehr für die, die in Jesus sind. Am Schluss bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, doch die Liebe ist die Grösste. Liebe Gott, und deinen Nächsten wie dich selbst.

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Photo by Brett Sayles on Pexels.com

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