Autor: smö

  • Alles neu – doch wohin?

    welchen Weg soll ich gehen

    wohin soll ich gehen

    vorwärts, stehen bleiben oder zurück

    geht der Weg links oder rechts

    wenn mich meine Seele bedrückt

    mich anklagt und niederdrückt

    wenn ich falsch lag oder der andere

    und mich mein Gewissen plagt

    renne ich dann weg und flüchte

    nicht ich, sondern du

    nicht ich beurteile, sondern du

    weder mich noch andere

    du zeigst mir den Weg

    ich glaube an dich

    ich bleibe stehen und schaue zu dir

    ich lasse alles los

    du kennst mein Herz

    du kennst mich

    ich diene dir

    nicht den Menschen

    nicht mir selbst

    ich diene dir

    …danke Vé…

    cluster of small white flowers between pages of an open book
    Photo by Tara Winstead on Pexels.com
  • Alles Neu – die Sorge

    Der grösste Verklärer der Wahrheit ist die Selbstsorge und die Sorge um den Nächsten. Um durch diesen dicken Nebel zu treten, braucht es eine Entscheidung, eine Entscheidung zu vertrauen, nicht dem Adressaten der Sorge, sondern dem Erschaffer des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, dem Weg, der Wahrheit und des Lebens: Jesus

    a man in red shirt covering his face
    Photo by Andrea Piacquadio on Pexels.com
  • Alles Neu – Rosa Maria

    ¹Ä Muetter wo bättet

    Ä Muetter wo sech isetzt

    Ä Muetter wo liebt u vergit

    Ä Muetter wo lachet u sech freut

    Das bisch du

    ²Ä Muetter wo hofft

    Ä Muetter wo nie ufgit

    Ä Muetter wo kämpft

    Ä Muetter wo nid na git

    Das bisch du

    ³Ä Muetter wo tröschtet

    Ä Muetter wo verbindet

    Ä Muetter wo dr Dräck abwischt

    Ä Muetter wo eim Fänschter uftuet

    Das bisch du

    C

    Mami – Mütterli – Omili u Grossimami

    Du hesch aues gäh für mi

    I bi de Ma wo ni bi o dank dir

    dr smö – krönt mit Barmherzigkeit u Güeti

    B

    U we du muesch lide

    Us mir z’Härz verdreit

    Weis i

    Wärde mer frei si

    Du, mi liebe Brüeder u mi Papi

    Rosa Maria – ca. 2004

  • Alles Neu – Jakob

    We d’Sunne früeh em Morge ufgeit
    dr Burebueb wach wird u ufsteit
    Sini Chleider aleit u i Stau geit
    Sini Pflicht erfüllt bevors id Schueu geit
    Sini Gwüschterti Kleider aleit
    u em Vater mit dem Heue hilft
    u när müedt sich is sis Bett leit

    We s vo deheime vom Bure weggeit
    sigs is Militär oder zumene Bur als Knecht
    Wes drum geit öper kennezlerne
    sini Annonce i dZytig schribt
    u när sich das Meitschi us dr Ostschwyz nimmt
    er für sie zBärnbiet verlat u sy hürate

    We sy zäme loszieh und nach Bärn zrüggchöme
    Sech ä Neubouwohnig in Hinterkappele nehme
    We dä Maa sis Töffli nimmt u sini Frou drufschnauet
    er Vater wird vo sim erschte Nachkomme
    Vo Hinerkappele nach Ostermundige zügle mit Ross u Waage
    U när si zwöit Sohn uf dWäut chunnt

    Us Rosswärter bir Empfa u später Magaziner/Kurier bir Landestopographie
    ä churze abstächer macht vo Ostermundige via Belp is Tscharni
    Im Winter mit em Bobsledge jede Hügu abefahrt
    Im Sommer vo Flugschou zu Militärdéfilé
    sini grossi Liedeschaft Flüge vo Tel Aviv nach Washington DC
    Mitglied vom Klub der Eintagsflieger isch er gsy

    U när isch es im schlechter gange
    sich Läbe isch nümme ufgange
    Angscht vor Angscht het er gha
    niemer het em me chönne verstah
    verzwifflet und ufglöst isch er gsy
    du hesch üs für immer verlah

    Kobi, Jakob, mi Papi
    i vermisse di
    ich hätti dir so viu zäge
    di i Arm znäh, dir Muet zgäh
    z’säge, dass es immer Hoffnig cha gä

    u jetzt bini säuber Papi
    u o wird einisch mini Chinder verlah
    doch weiss i, dass o we mi oder si
    Vater u Muetter verlöh
    So wärde mir nie vo Gott verlah
    i erhäbe, my Gott für das

    my himmlischer Vater, Abba
    i sehne mi nach dir
    i wott für immer bi dir sy
    i setze mis Vertroue uf di
    hiuf mir, die nie z’verlah

    Kobi, Jakob, mi Papi
    wird wärde üs wieder gesh
    dört gits ke Chummer und ke Angscht meh
    mir wäre endlich, mi liebe Papi, frei sy
    free at last, free at last, praise God Almighty, we are free at last

    Kobi, Jakob, Israel
    mit Vater het mir sini Liebi für di ghä
    das Land vo de Nachfahre vom Abraham
    i bin nid mit dir verwandt u doch verbindet üs äs Liebeband
    du bisch mi David, i bi di Jonathan

    Vo dir chunnt der erschtgebornig Sohn
    er wo üs vo aune Sünde erlöst
    er wo der Erlöser für aui Mönsche isch
    bi ihm giut kes Agseh vo dr Person
    er führt üs aui us Aegypte is globte Land
    die neui Stadt, zhimmlische Jerusalem

    Jakob – ca. 1967

  • Alles neu – Unvergesslich

    wir erinnern uns, desto älter wir werden, erinnern wir uns an unsere Vergangenheit, an Erlebnisse, an Menschen, an Schicksale, an Freuden, an Leiden und desto älter wir werden, desto weiter zurück führen uns unsere Erinnerung, zurück an die erste Erinnerungen, an Gerüche, an Farben, Lichter, an Schatten, an Textur, an Gesichter, an Tränen und Lachen, das Ende führt zum Anfang, bevor es endlich ins Unendliche mit ewigen Anfängen führen kann.

    Ich kann meine Seele nicht verstecken, Geschehenes nicht ungeschehen machen, ich kann schönes nicht behalten, es vergeht, bleibt nur noch in Erinnerung und irgendwann bleibt es wie ein Traum zurück, wir können nichts behalten, alles vergeht wie eine schöne Blume, einiges bleibt als schöner, anderes als böser Traum zurück. Menschen, die uns nahe waren, sind uns nicht mehr nah, sie gehen eigene Wege, verlassen uns, wir verlassen sie, Erinnerungen bleiben, wir können es nicht behalten, nicht konservieren und nach Wunsch abrufen und zurückhalten, zurücknehmen, es umarmen, halten und ewig bei uns tragen. 

    Doch alles was war wird vergehen und ich glaube, wenn wir dieser Welt sterben und hinzutreten in das Göttliche, dann werden wir unser Erinnerungen wieder finden, nicht mehr als Erinnerungen, sondern als Pflanzen, welche wir nur erahnt haben, werden als Pflanzen, als Bäume, als schöne Sonnenuntergänge ewig bleiben, wir werden die Gerüche als Kleinkinder in ihrer Vollendung erleben, vollumfänglich, wir werden den lieben Menschen, die Liebenswürdigkeiten, die Ermutigungen, die Tröstung, unserer Mutter, unseres Vaters, unseres Bruders, unserer Schwester erkennen in dem einem, der alles Erschaffen hat, nicht als Abbild, sondern als Vollendung, in Gott werden wir unsere Mutter erkennen, ihre Liebe zu uns, ihre Fürsorglichkeit, ihr grosses Herz, ihre Umarmungen werden wir ewig auf unserer Haut spüren, Gott wird das Vertrauteste, das Vollendeste, das Tiefste und Weiteste sein, was wir je erleben werden und in Zukunft immer erleben. Wir werden alles, was wir nicht erlangt haben, alles was wir nicht geschafft oder vermisst haben, erhalten und wir werden dann zum letzten Mal die Tränen vergiessen, bevor es kein Leid, kein Tod, keine Wut, kein Krieg mehr geben wird. Alles Vergangene werden wir für ewig in ihm in seiner Vollendung und Ganzheit erkennen und für ewig darin gedeihen, aufgehen und damit verschmelzen.

    Siehe ich mache alles neu – Amen

    Vater und Sohn in der Küche
    1974 Vater und Sohn, Belp
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  • Alles Neu – Wahrheit

    Behind the curtain of reality lies the floor of truth

    Derrière le rideau de la réalité se cache le sol de la vérité

    red curtain
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  • Alles Neu – Wut

    Mein schlechter Schlaf, mein gestört werden im Abbau meiner Pendenzen, die Ineffizienz, meine Ungeduld, meine Blähungen, der Inputtag mit wohl so vielen esoterischen Aspekten, das Mitmachen müssen, so viele Befindlichkeiten, meine Starre, meine Unflexibilität, die fehlende Klarheit in meiner Emotionalität: ich habe Wut: das Ausbleiben von Mut, Mut kommt durch Zerbruch, tägliche Taufe, hinabtauchen und verändert emporsteigen.

  • Alles Neu – Lebe

    Am Anfang steht ein Geistesblitz, dann vielleicht eine Idee, irgendwann findet man Zeit aufzuschreiben, korrigiert, formuliert um, versucht von Anfang bis zum Schluss einen roten Faden zu spinnen, diesen Text ggfs. einer übergeordneten Ebene zuzuordnen, damit am Schluss alles richtig gemacht wird. Ich frage mich, sind solche perfekt redigierte Texte nicht „klinisch sauber“, hoch stilisierte Hyperhygiene? Das Leben ist nie perfekt, nie stringent. Das Leben informell, zumal spontan. Es gibt hier kein richtig und falsch. Schreibe, meine Seele, sehe nicht zurück, presse dich nicht in Formalitäten. Lebe!

    Etwas was den Menschen von der Wiege bis ins Grab nicht fundamental befriedigen kann, hat keinen nachhaltigen Wert. Relevante Themen sind zeitlos. Der Rest ist höchstens Füllmaterial.

    motivational simple inscription against doubts
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  • Alles Neu – Repeat

    Creator of all life

    YOU draw

    i answer

    YOU ask

    i consider

    YOU confront

    i confess

    YOU erase

    i arise

    YOU make all things new

    YOU the alpha

    YOU the omega

    A GOD that never changes

    R e p e a t

    abstract geometric texture of purple metallic net on dark background
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  • Alles Neu – Kompass

    wie weit muss ich gehen

    um der Dunkelheit zu entfliehen

    wie tief muss ich graben

    um den Schaden zu verbergen

    nehme ich Gegebenes als Wahrheit

    glaube ich nur was ich seh

    so wie die Bilder am Fernsehen

    wo ist der Mittelpunkt

    an was orientiere ich mich

    was zeigt mir die Richtung

    Du bist mein Kompass

    Norden, Süden, Osten, Westen

    Erde und Himmel

    Vergebung der Sünden

    Heilung der Verletzten

    Jesus, du zeigst mir den Weg

    zum Vater, den Grund allen seins

    Welcome home

    No more pain, no more sorrow, no more tears, this is supposed to be the end of all mankind

    round analog compass
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