Der grösste Verklärer der Wahrheit ist die Selbstsorge und die Sorge um den Nächsten. Um durch diesen dicken Nebel zu treten, braucht es eine Entscheidung, eine Entscheidung zu vertrauen, nicht dem Adressaten der Sorge, sondern dem Erschaffer des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, dem Weg, der Wahrheit und des Lebens: Jesus
We d’Sunne früeh em Morge ufgeit dr Burebueb wach wird u ufsteit Sini Chleider aleit u i Stau geit Sini Pflicht erfüllt bevors id Schueu geit Sini Gwüschterti Kleider aleit u em Vater mit dem Heue hilft u när müedt sich is sis Bett leit
We s vo deheime vom Bure weggeit sigs is Militär oder zumene Bur als Knecht Wes drum geit öper kennezlerne sini Annonce i dZytig schribt u när sich das Meitschi us dr Ostschwyz nimmt er für sie zBärnbiet verlat u sy hürate
We sy zäme loszieh und nach Bärn zrüggchöme Sech ä Neubouwohnig in Hinterkappele nehme We dä Maa sis Töffli nimmt u sini Frou drufschnauet er Vater wird vo sim erschte Nachkomme Vo Hinerkappele nach Ostermundige zügle mit Ross u Waage U när si zwöit Sohn uf dWäut chunnt
Us Rosswärter bir Empfa u später Magaziner/Kurier bir Landestopographie ä churze abstächer macht vo Ostermundige via Belp is Tscharni Im Winter mit em Bobsledge jede Hügu abefahrt Im Sommer vo Flugschou zu Militärdéfilé sini grossi Liedeschaft Flüge vo Tel Aviv nach Washington DC Mitglied vom Klub der Eintagsflieger isch er gsy
U när isch es im schlechter gange sich Läbe isch nümme ufgange Angscht vor Angscht het er gha niemer het em me chönne verstah verzwifflet und ufglöst isch er gsy du hesch üs für immer verlah
Kobi, Jakob, mi Papi i vermisse di ich hätti dir so viu zäge di i Arm znäh, dir Muet zgäh z’säge, dass es immer Hoffnig cha gä
u jetzt bini säuber Papi u o wird einisch mini Chinder verlah doch weiss i, dass o we mi oder si Vater u Muetter verlöh So wärde mir nie vo Gott verlah i erhäbe, my Gott für das
my himmlischer Vater, Abba i sehne mi nach dir i wott für immer bi dir sy i setze mis Vertroue uf di hiuf mir, die nie z’verlah
Kobi, Jakob, mi Papi wird wärde üs wieder gesh dört gits ke Chummer und ke Angscht meh mir wäre endlich, mi liebe Papi, frei sy free at last, free at last, praise God Almighty, we are free at last
Kobi, Jakob, Israel mit Vater het mir sini Liebi für di ghä das Land vo de Nachfahre vom Abraham i bin nid mit dir verwandt u doch verbindet üs äs Liebeband du bisch mi David, i bi di Jonathan
Vo dir chunnt der erschtgebornig Sohn er wo üs vo aune Sünde erlöst er wo der Erlöser für aui Mönsche isch bi ihm giut kes Agseh vo dr Person er führt üs aui us Aegypte is globte Land die neui Stadt, zhimmlische Jerusalem
wir erinnern uns, desto älter wir werden, erinnern wir uns an unsere Vergangenheit, an Erlebnisse, an Menschen, an Schicksale, an Freuden, an Leiden und desto älter wir werden, desto weiter zurück führen uns unsere Erinnerung, zurück an die erste Erinnerungen, an Gerüche, an Farben, Lichter, an Schatten, an Textur, an Gesichter, an Tränen und Lachen, das Ende führt zum Anfang, bevor es endlich ins Unendliche mit ewigen Anfängen führen kann.
Ich kann meine Seele nicht verstecken, Geschehenes nicht ungeschehen machen, ich kann schönes nicht behalten, es vergeht, bleibt nur noch in Erinnerung und irgendwann bleibt es wie ein Traum zurück, wir können nichts behalten, alles vergeht wie eine schöne Blume, einiges bleibt als schöner, anderes als böser Traum zurück. Menschen, die uns nahe waren, sind uns nicht mehr nah, sie gehen eigene Wege, verlassen uns, wir verlassen sie, Erinnerungen bleiben, wir können es nicht behalten, nicht konservieren und nach Wunsch abrufen und zurückhalten, zurücknehmen, es umarmen, halten und ewig bei uns tragen.
Doch alles was war wird vergehen und ich glaube, wenn wir dieser Welt sterben und hinzutreten in das Göttliche, dann werden wir unser Erinnerungen wieder finden, nicht mehr als Erinnerungen, sondern als Pflanzen, welche wir nur erahnt haben, werden als Pflanzen, als Bäume, als schöne Sonnenuntergänge ewig bleiben, wir werden die Gerüche als Kleinkinder in ihrer Vollendung erleben, vollumfänglich, wir werden den lieben Menschen, die Liebenswürdigkeiten, die Ermutigungen, die Tröstung, unserer Mutter, unseres Vaters, unseres Bruders, unserer Schwester erkennen in dem einem, der alles Erschaffen hat, nicht als Abbild, sondern als Vollendung, in Gott werden wir unsere Mutter erkennen, ihre Liebe zu uns, ihre Fürsorglichkeit, ihr grosses Herz, ihre Umarmungen werden wir ewig auf unserer Haut spüren, Gott wird das Vertrauteste, das Vollendeste, das Tiefste und Weiteste sein, was wir je erleben werden und in Zukunft immer erleben. Wir werden alles, was wir nicht erlangt haben, alles was wir nicht geschafft oder vermisst haben, erhalten und wir werden dann zum letzten Mal die Tränen vergiessen, bevor es kein Leid, kein Tod, keine Wut, kein Krieg mehr geben wird. Alles Vergangene werden wir für ewig in ihm in seiner Vollendung und Ganzheit erkennen und für ewig darin gedeihen, aufgehen und damit verschmelzen.
Mein schlechter Schlaf, mein gestört werden im Abbau meiner Pendenzen, die Ineffizienz, meine Ungeduld, meine Blähungen, der Inputtag mit wohl so vielen esoterischen Aspekten, das Mitmachen müssen, so viele Befindlichkeiten, meine Starre, meine Unflexibilität, die fehlende Klarheit in meiner Emotionalität: ich habe Wut: das Ausbleiben von Mut, Mut kommt durch Zerbruch, tägliche Taufe, hinabtauchen und verändert emporsteigen.
Am Anfang steht ein Geistesblitz, dann vielleicht eine Idee, irgendwann findet man Zeit aufzuschreiben, korrigiert, formuliert um, versucht von Anfang bis zum Schluss einen roten Faden zu spinnen, diesen Text ggfs. einer übergeordneten Ebene zuzuordnen, damit am Schluss alles richtig gemacht wird. Ich frage mich, sind solche perfekt redigierte Texte nicht „klinisch sauber“, hoch stilisierte Hyperhygiene? Das Leben ist nie perfekt, nie stringent. Das Leben informell, zumal spontan. Es gibt hier kein richtig und falsch. Schreibe, meine Seele, sehe nicht zurück, presse dich nicht in Formalitäten. Lebe!
Etwas was den Menschen von der Wiege bis ins Grab nicht fundamental befriedigen kann, hat keinen nachhaltigen Wert. Relevante Themen sind zeitlos. Der Rest ist höchstens Füllmaterial.