Ich höre die Stimme, die mir vorgibt;
wenn christliche Nachfolge, dann radikal!
Doch was meint die Stimme damit?
Du tust zuwenig, strenge dich mehr an, du warst zu lau, er wird dich ausspucken, du hast zuwenig gebetet, zu wenig verzichtet, zu sehr das Fleischliche gewollt.
Hm, irgendwo habe ich gelesen, dass wenn es geschehe, nicht durch Heer oder Macht, sondern durch seinen Geist geschieht oder das er das Wollen und Vollbringen schafft. Wir vergessen was wir sind, nämlich Söhne und Töchter, eine Familie, was könnte hier ins Radikale gesteigert werden.
Besteht hier nicht die Gefahr, den Effort, radikaler zu sein, in den Mittelpunkt unseres Lebens zu rücken, ja quasi anzubeten, anstatt sich mit Gott einzulassen. Ich folge ihm, weil er mich zuerst geliebt hat, tue ich es nur halbherzig, dann glaube ich, dass er mich daran erinnern wird, was mein tiefste Sehnsucht ist, mit ihm vereint zu sein.
Was wir benötigen, ist nicht radikaler zu werden, sondern frei anstatt versklavt zu sein: das geschieht in der Beziehung, im Austausch, in der Ehrlichkeit, resp. im Gebet zu Gott.
Radikaler werden, diesem Aspekt zu folgen, hat nicht nur auf mich einen äusserst schlechten Einfluss, da es bei nicht Erreichen Minderwertigkeit und bei Erreichen Überheblichkeit generiert und noch schlimmer unser Umfeld mitzieht, ihre kindliche Sehnsucht nach Familie brutal in den Wind schlägt und als Farce erscheinen lässt.





