Am Anfang steht ein Geistesblitz, dann vielleicht eine Idee, irgendwann findet man Zeit aufzuschreiben, korrigiert, formuliert um, versucht von Anfang bis zum Schluss einen roten Faden zu spinnen, diesen Text ggfs. einer übergeordneten Ebene zuzuordnen, damit am Schluss alles richtig gemacht wird. Ich frage mich, sind solche perfekt redigierte Texte nicht „klinisch sauber“, hoch stilisierte Hyperhygiene? Das Leben ist nie perfekt, nie stringent. Das Leben informell, zumal spontan. Es gibt hier kein richtig und falsch. Schreibe, meine Seele, sehe nicht zurück, presse dich nicht in Formalitäten. Lebe!
Etwas was den Menschen von der Wiege bis ins Grab nicht fundamental befriedigen kann, hat keinen nachhaltigen Wert. Relevante Themen sind zeitlos. Der Rest ist höchstens Füllmaterial.
